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Ludwigslust : Verdächtige Futtermittel aufgebraucht

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Seit der Mitteilung vom letzten Dienstag über eine eventuelle Dioxinbelastung von Futtermittel in einem Betrieb herrscht Krisenstimmung im Veterinäramt des Landkreises Ludwigslust.

svz.de von
erstellt am 11.Jan.2011 | 12:09 Uhr

Der Informationsfluss zwischen den Landesdienststellen und dem Fachdienst für Veterinäramt, der Lebensmittelüberwachung und der Fleischhygiene fließe stetig, lautet die Information von Dr. Hans-Hermann Schultz, dem Leiter der Abteilung, die über den Landkreis Ludwigslust und die Stadt Schwerin wacht. Gemeinsam mit Dr. Heike Mildner, verantwortlich für Tiergesundheit, und Dipl.-Veterinärmedizinerin Irmtraud Kutzner stellten sich die Verantwortlichen gestern den Fragen der SVZ.

Bei den zwei Mastbetrieben für Puten- und Schweineproduktion handle es sich um keine Erzeugerstätten im Stil von Großanlagen. Die Anzahl der Tiere, die möglicherweise mit Dioxin belasteten Futtermischungen erhielten, sei eine Schätzung. Die 9000 Puten und 1000 Mastschweine gehörten zu einzelnen Aufzuchtpartien, so Schultz. Festzustellen sei, dass die verdächtigen Futterzusätze bereits aufgebraucht seien. Nun müsse gewartet werden, bis alle Kontrollchargen auf gesundheitsschädliches Dioxin untersucht seien. Jeder Dioxintest dauere rund eine Woche und sei sehr teuer, erläuterte Kutzner solch ein Prozedere. Alle Ergebnisse würden direkt vom Landesamt in Rostock vorgenommen und dann weitergeleitet. Werde festgestellt, dass eine Belastung vorliege, dann erfolgten Probeschlachtungen. Der schlimmste Fall wäre die Vernichtung eines Gesamtbestandes. Die Betreiber würden diesen Verlust wohl alleine tragen. Die Kreisverwaltung sähe da keine Möglichkeiten der Hilfe, meinte Schultz.

Öfter als gewohnt, seien derzeit Prüfer unterwegs, sammelten Proben von Produktionsstätten für Hühnereier. Die würden dann auf erhöhte Schadstoffwerte untersucht. Das Eierangebot in den Lebensmittelgeschäften und bei Discountern gehöre nicht dazu. Der Endverbraucher stehe selbst in der Verantwortung. Das treffe auch für Lebensmittel zu, die mit Ei-Zusätzen hergestellt würden.

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