Vater findet "Gelbblinker" gefährlich

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asddasdasdGeorg scharnweber

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13. November 2009, 05:49 Uhr

Evershagen | Ein Vater aus Evershagen sieht Rot, sobald er an die Gelbblinker-Anlage denkt. Denn diese leuchtet in der Grün-Phase für Fußgänger in der Bertolt-Brecht-Straße auf und das irritiert. Dieses Achtungssignal weist darauf hin, dass die Straßenbahn bevorrechtigt ist und kommt. "Für Kinder ist das schwer zu erkennen", kritisiert er. "Sie sehen das Grün, denken, dass sie gehen können und dann kommt eine Bahn. Das halte ich für zu gefährlich."

Diese Sorge trug er bereits mehrfach in den Evershäger Ortsbeirat. Er plädiert für die Abschaffung dieser Gelbblinker-Anlagen. Er fordert, dass bei Grün dann auch wirklich Grün ist. Ortsbeiratsvorsitzender Harm Wullekopf wies den Bewohner darauf hin, dass durch die Abschaffung der Gelbblinker-Anlagen die Wartezeit für die Fußgänger steigen würde. Der Ortsbeirat erklärte sich dennoch bereit, die Angelegenheit noch einmal prüfen zu lassen, weil die Sicherheit von Kindern Priorität hat.

Ortsamtsleiterin Martina hatte dadurch bereits vor dieser Sitzung Kontakt mit dem Hafen- und Tiefbauamt zu diesem Problem aufenommen. Eine Sachbearbeiterin erklärte in einem Schreiben, das in der öffentlichen Sitzung verlesen wurde, dass durch diese Verfahrensweise ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Einpassung der Straßenbahn gegeben sei, außerdem sind die Wartezeiten für Fußgänger auf diese Weise geringer.

Auch Jörg Reincke, Betriebsleiter der Straßenbahn AG (RSAG), kennt diese Diskussion, weil sie auch stellenweise immer wieder aufflammt. "Es gibt sie schon seit längerem", sagt er. "Aber diese Gelbblinker haben sich aus der Sicht unseres Unternehmens bewährt." Grundsätzlich ist er auch der Ansicht, dass Eltern auch eine Verantwortung haben, ihre Kinder über diese Besonderheit zu informieren. Es gab lediglich einen Unfall bei den etwa 40 Gelbblink-Anlagen in der Stadt, der Jahre zurück liegt, allerdings auch an dieser Stelle passierte. "Wir als RSAG gemeinsam mit der Polizei die Grundschüler mit dem Angebot ,Rollendes Klassenzimmer in diesem Punkt", sagt er. Da könne gerade im Stadtteil Evershagen auf die Signalisierung der Gleisquerung aufmerksam gemacht werden.

Grundsätzlich ist nicht die RSAG der Herrscher über Gelbblink-Anlagen. "Die Verkehrsbehörde der Stadt ist dafür zuständig", sagt er.

Die Fahrer sind außerdem angewiesen, in diesen Bereichen in Bremsbereitschaft zu fahren, um Unfälle zu vermeiden. Weiterhin sind sie angehalten, auch im Notfall zu läuten. Auch das Läuten stellte für andere Evershäger eine Lärmbelästigung hin. Es ist manchmal notwendig, weil Passanten durch Telefonate mit dem Handy, Musik über Kopfhörer und Unterhaltung abgelenkt sind. Dass einige Bürger das

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