Unterrichtsausfall steigt erstmals wieder seit fünf Jahren

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30. März 2010, 10:58 Uhr

Schwerin. Die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden in Mecklenburg-Vorpommern ist im Schuljahr 2008/2009 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. An allgemeinbildenden Schulen seien 2,3 Prozent aller Unterrichtsstunden ausgefallen und damit 0,2 Prozent mehr als im Schuljahr davor, sagte Bildungsstaatssekretär Udo Michallik am Dienstag in Schwerin. Insgesamt zur Vertretung angestanden hätten 9,5 Prozent aller Unterrichtsstunden. Hauptgründe für den Unterrichtsausfall waren Erkrankungen von Lehrern sowie eine zu geringe Anzahl zur Verfügung stehender Vertretungslehrer.

An den berufsbildenden Schulen ist die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden noch höher. Im Schuljahr 2008/2009 konnten 5,9 Prozent der Unterrichtsstunden nicht erteilt werden, gegenüber 5,4 Prozent im vorangegangenen Schuljahr. Insgesamt standen zur Vertretung ebenfalls 9,5 Prozent des Unterrichts an.

Als Konsequenz werde das Land trotz sinkender Schülerzahlen auch im kommenden Schuljahr sieben Millionen Euro für die Absicherung des Vertretungsunterrichts bereitstellen, sagte Michallik. Außerdem sollen die Schulen künftig über 75 Prozent dieser Summe selbst verfügen, „um bei unvorhersehbarem Mehrbedarf regulierend unterstützen zu können“, sagte Michallik. Abhilfe verspricht sich der Bildungsstaatssekretär auch von der Umstrukturierung der Referendarsausbildung. Durch die Ausweitung des Netzes an Ausbildungs- und Seminarschulen würden künftig in der Fläche mehr Referendare zur Verfügung stehen, die für Vertretungsstunden eingesetzt werden könnten.

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