Güstrow: Schirow und Manthey bewahren uralte Fotografien : Unschätzbare Belege zu Güstrower Leben

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Wertvolle Fotografien aus der Zeit von 1880 bis 1950 bleiben dank des ehrenamtlichen Engagements des Güstrowers Schirow für die Forschung und Recherche im Stadtmuseum für die Nachwelt erhalten.

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18. November 2010, 11:20 Uhr

estern stellte Doris Dieckow-Plassa vom Stadtarchiv das Ergebnis der zweijährigen Arbeit vor, die Schirow gemeinsam vor allem mit dem Fotografenmeister Andreas Manthey leistete. Der Wismarer Manthey, der auch in Güstrow ein Fotogeschäft betreibt, sorgte für die technische Umsetzung des Projektes und leistete zudem einen großen finanziellen Beitrag. 40 Güstrower Bürger, Unternehmen, Vereine und Verbände hatten mit ihren Spenden ebenfalls mit dafür gesorgt, dass die Abbildungen auf den alten Glasplatten digitalisiert werden konnten. Rund 800 solcher einzigartigen Dokumente in Formaten zwischen 6 mal 9 und 24 mal 30 Zentimetern sind jetzt auf CD gebrannt und stehen künftig Nutzern des Museumsarchivs zur zeitgemäßen Verfügung. Die Originale, gut und lichtgeschützt verpackt, müssen somit nicht mehr strapaziert werden.

"Die Erschließung des Sammelgutes war eine ungeheure Fleißarbeit", würdigt Dieckow-Plassa das zweijährige Sichten der Glasplatten, Ordnen und Datieren, Auswahl der für die Digitalisierung geeigneten Motive und Inventarisierung durch den Hobby-Historiker Ulrich Schirow. "Viele der einmaligen Stücke waren beschädigt, mussten retuschiert werden, manche waren sogar gebrochen", berichtet Fotografenmeister Andreas Manthey über die Restaurierung der historischen Platten. Die Bilder, in 17 Themenbereiche unterteilt, zeigen Gebäude, Straßenzüge und Plätze, Menschen bei der Arbeit, Technik und Anlagen, das Leben in Güstrow. "Darunter sind so viele Details, zum Beispiel von Häusern, die bedeutend sind für die Gesamtaussage. Deshalb war es auch so wichtig, die Sammlung zu erhalten und nutzbar zu machen", erzählt Ulrich Schirow von seinem persönlichen Motiv.

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