Unglückliches Debüt für Eilts

Im ersten Auftritt unter dem neuen Trainer Dieter Eilts unterlag der FC Hansa Rostock gestern in der 2. Fußballbundesliga 1860 München unglücklich mit 0:1 (0:0).

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25. November 2008, 06:10 Uhr

Rostock - Eilts debütierte in einem Jubiläumsspiel. Es war das 200. des FC Hansa in der 2. Bundesliga,
das 100. im eigenen Stadion. Rostocks 50. Torschütze in der 2. Liga durfte freilich noch nicht gefeiert werden. Von den gestern Eingesetzten wären Retov und Oczipka in Frage gekommen – theoretisch
auch Keeper Hahnel. Doch keiner der Kandidaten traf. So bleibt’s bei 49

Die Anfangs-Elf hatte nicht viel gemein mit der vom 0:6 in Kaiserslautern. Gleich sechs (!) Spieler wurden ausgetauscht bzw. mussten es werden. Gledson, Fillinger, Langen, Pearce standen nicht im
Kader, Rahn saß auf der Bank. Dafür kehrten Lense, Ocipka, Retov, Bartels (erstmals Rechtsverteidiger) und Cetkovic ins Team zurück. Die Gastgeber bemühten sich um einen ruhigen Spielaufbau, dies nicht
überschwänglich, sondern vordergründig darauf bedacht, möglichst keine Fehler zu machen. Das misslang in der 8. Minute. Da hatte Schindler offenbar nicht registriert, dass Bartels’ Zuspiel für ihn
gedacht war. 1860 machte sich das sofort zu Nutze, Gebhart lief – weil Bülow das Abseits aufhob – allein auf Hahnel zu, aber der wehrte klasse ab, Orestes klärte endgültig. Nach einer Viertelstunde der
nächste „Löwe“ auf und davon, diesmal Johnson, der gottlob kläglich versemmelte.

Aufregung in der 59. Minute: Ball im Tor oder nicht?
Wie gesagt, Hansa versuchte es, aber den Aktionen wohnte Verunsicherung inne. Gleichwohl kamen auch die Blau-Weißen das eine oder andere Mal im gegnerischen Strafraum zum Zuge. So Lechleiter aus spitzem Winkel, Tschauner musste nachfassen (9.). Am Ende einer Serie von drei Ecken, alle mit Schnitt getreten von Retov, verpassten alle, vor allem Lechleiter (18.) Schließlich kratzte Tschauner mit Mühe einen genau platzierten Kopfball von Kern aus dem unteren Eck (34.).

Allmählich wurden die Rostocker selbstsicherer, fanden defensiv zu mehr Ordnung und spielten so von hinten heraus gepflegter. Kurz vor der Pause setzte insbesondere Cetkovic einige Impulse nach vorn.
Der Montenegriner war es auch, der die erste gute Gelegenheit der zweiten Hälfte einleitete. Bartels legte Retov auf, doch dessen Versuch geriet zu lasch (50.). Beim scharfen Distanzschuss von Oczipka musste Tschauner seine ganzen 1,96 m plus die gestreckte Arme ausfahren. Dieser Strahl wäre ein Tor wert gewesen (55.)!

Vier Minuten später helle Aufregung: Der 1860-Keeper wehrte erst einen Kopfball von Orestes ab, dann gegen Lechleiter, dies allerdings – ja, der Ball war doch wohl hinter der Linie?! Tschauner beteuerte später: „Er war nicht ganz drin.“ Lense, der direkt daneben stand, sah das ganz anders. Aber der „Treffer“ fand keine Anerkennung. Die Kugel war zwar zu großen Teilen im Tor, aber halt nicht vollständig (59.). Freilich lag ein 1:0 der Hanseaten, die sich klar steigerten und nun
viel Druck machten, mittlerweile in der Luft.

Doch im Schneegestöber zog Lauth (wobei Lense offenbar die nahende Gefahr nicht erkannte) aus ca. 18 Metern einfach mal ab – 0:1, ein Treffer aus dem Nichts (77.). Die Rostocker trennt ein einziger Punkt
vom Abstiegs-Relegationsplatz

Rostock: Hahnel – Bartels (V), Lense, Orestes, Oczipka – Bülow,
Retov – Schindler, Lechleiter (83. Rahn) – Kern (71. Dorn),
Cetkovic. München: Tschauner – Hoffmann (V), Ghvinianidze, Berhalter,
Schwarz – Beda – Johnson, Bender – Gebhart (83. Ledgerwood) – Di
Salvo (60. Holebas), Lauth (90.+1 Schäffler). Schiedsrichter: Meyer
(Burgdorf). Zuschauer: 8200.
Tor: 0:1 Lauth (77.).

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