Unfallflucht-Fahrer stellte sich - 20-Jähriger hatte sich auf A 14 mit Auto überschlagen

Mit diesem Fahrzeug hat sich der 20-Jährige aus Neu Zippendorf an der A 14 überschlagen. Foto: Reinhard Klawitter
Mit diesem Fahrzeug hat sich der 20-Jährige aus Neu Zippendorf an der A 14 überschlagen. Foto: Reinhard Klawitter

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27. August 2008, 07:45 Uhr

Schwerin - Der von der Polizei seit Montagabend per Streifenwagen, Hubschrauber und Fährtenhund gesuchte Unfallfahrer von der A 14 hat sich gestern im Beisein seines Rechtsanwalts der Polizei in Schwerin gestellt. Bei seiner Vernehmung habe der 20-Jährige angegeben, aus Furcht vor Strafverfolgung vom Unfallort geflüchtet zu sein, da er keinen Führerschein besitze, so der Sprecher der Polizeidirektion Schwerin, Klaus Wiechmann.

Rückblende: Nach einem Verkehrsunfall auf der A 14 zwischen Cambs und Schwerin hatte die Polizei seit Montagabend nach dem verunglückten Autofahrer gesucht. Das Unfallauto, ein roter Peugeot, war durch Zeugen kurz vor 23 Uhr im Straßengraben nahe Leezen entdeckt worden.

Noch in der Nacht hatte die Polizei mit einem Fährtenhund im Umfeld des Unfallortes nach dem Fahrer gefahndet. Der Diensthund verfolgte eine Spur bis nach Görslow, die sich dann jedoch verlor.

Wagen war nur ausgeliehen
Die Suche wurde am Dienstag mit einem mit einer Wärmekamera ausgestatteten Polizeihubschrauber fortgesetzt. Dies verlief letztlich aber genauso ergebnislos wie die Überprüfung der umliegenden Krankenhäuser.

Die Ermittlungen der Polizei hatten jedoch bereits gestern ergeben, dass es sich bei dem Autofahrer um einen 20 Jahre alten Mann aus der Landeshauptstadt handelt. Zudem hatten sich Zeugen gemeldet, die den jungen Mann in Neu Zippendorf gesehen haben wollen. Auch hatten die Beamten herausgefunden, dass der Wagen von einer auf der Insel Rügen wohnhaften Frau ausgeborgt und der 20-Jährige beim Unfall in Begleitung eines 23-Jährigen war.

Klar sei auch bereits gewesen, dass sich die Frau von der Insel Rügen das Auto von dem 28-jährigen Halter des Peugeots geliehen hatte und diesen an den Unfallfahrer weiterverborgt hatte, so die Polizei.

„Gegen den jungen Mann wird wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt“, sagte Polizeisprecher Wiechmann. Ernsthaft verletzt worden sei bei dem Unfall niemand. Nun sei die Staatsanwaltschaft am Zug.

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