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Erregte Debatten im vollen Hagenower Rathaussaal : Umgehung: Wie hoch und wie nah darf sie sein?

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Das Schweriner Straßenbauamt hat seine jüngsten Pläne für die Linienbestimmung der Hagenower Ortsumgehung vorgestellt. Dieses Mal vor vollem Saal und mit den erwartbaren Emotionen.

svz.de von
erstellt am 26.Mär.2011 | 04:01 Uhr

Hagenow | Das Schweriner Straßenbauamt hat am Donnerstag Abend seine jüngsten Pläne für die Linienbestimmung der Hagenower Ortsumgehung vorgestellt. Dieses Mal vor vollem Saal und mit den erwartbaren Emotionen und ohne richtiges Ergebnis. Das konnte es schon formal gar nicht geben, denn die Planer der Behörde wollten ja ihre Vorstellungen der Bevölkerung vorstellen. Die soll sich dann möglichst im blad folgenden Planfeststellungsverfahren äußern und Einfluss nehmen. Nimmt man die Äußerungen und die Stimmung am Donnerstag als Grundlage, so ist wohl eine sehr rege Beteiligung zu erwarten.

Als Hauptproblem kristallisierte sich schnell die geplante Anbindung des Wohngebietes an der Laak an die künftige Straße an. Hier schwebt den Planern eine Überführung mit Brücke vor, die zu weiten Wegen aber auch zu gutem Schallschutz führen würden. Dagegen liefen nicht wenige Sturm. Viele sprachen sich schließlich für eine niveaugleiche Kreuzung oder einen Kreisverkehr aus. Wie unterschiedlich die Blickwinkel von Planern und Bevölkerung sind, zeigte sich beim Thema Schallschutz. Die Bewohner an der Laak kommen nach eigenen Angaben ganz gut mit der jetzigen Lage ohne jeglichen Schallschutz klar, die Planer würden sie gern einmauern, bestehen aber auch nicht darauf. Überhaupt war es ein Abend der gewollten und ungewollten Missverständnisse.

Nach einer kurzen Vorstellung der grundlegenden Pläne hagelte es Proteste. Z. B. von den Kleingärtnern der Anlage "Kiek mal röver", die sich in den Plänen nicht wiederfinden. Die Planer widersprachen und gaben an, nur ganz wenige Parzellen würden direkt betroffen.

Es gab aber auch generellen Widerspruch, den z. B. Hans Barner ausdrückte. Dieser Plan würde die Demokratie mit Füßen treten, man braucht diesen ganzen Blödsinn nicht, womit die nun gewählte stadtnahe Variante gemeint ist. Doch die, darauf wies Thomas Taschenbrecker als Leiter des Schweriner Straßenbauamtes hin, sei das Ergebnis der Raumordnung. "Wir versuchen hier eine baureife Planung auf Grundlage dieser Trassenplanung hinzubekommen. Alle anderen Varianten sind hinfällig." Das mochten viele nicht akzeptieren, genausowenig wie den offenkundigen Streit zwischen den Anwohnern an der Laak und den jetzt vom Verkehr Betroffenen in der Feldstraße oder der Tarnowstraße. Unbestritten blieb, dass die Mehrheit der Hagenower von der Umgehung profitieren würde. Doch bis dahin wird es noch ein wenig dauern, Baubeginn ist frühestens 2014.

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