Marathon-Europameisterin träumt von Olympischen Spielen : Ulrike Maisch startet in Frankfurt/Main

Maisch würde am liebsten am Sonntag beim 30. Marathon in Frankfurt/Main starten. "Ich beschäftige mich ernsthaft mit diesem Thema", so die Europameisterin 2006.

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25. Oktober 2011, 12:24 Uhr

Es kribbelt wieder. Ulrike Maisch würde am liebsten am Sonntag beim 30. Marathon in Frankfurt/Main starten. "Ich beschäftige mich ernsthaft mit diesem Thema", sagt die Europameisterin von 2006, die in Landsberg am Lech lebt. Die 34-Jährige will es noch einmal wissen: "London 2012 ist mein Ziel. Dafür habe ich wieder ernsthaft mit dem Training begonnen."

Eine doppelte Auszeit liegt hinter der Hansestädterin. Seit der Verletzungsaufgabe bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin hat sie keinen Lauf mehr über die 42,195 Kilometer bestritten. Ein diagnostiziertes Haglund-Syndrom (Fersensporn) setzte ihr hartnäckig zu. Auch die EM-Titelverteidigung im vergangenen Jahr in Barcelona musste die Athletin vom

1. LAV Rostock sausen lassen. Allerdings aus freudigem Grund. Im Januar dieses Jahres wurde sie Mutter von Sohn Emil. "Das ist unser Sonnenschein. Für seine zehn Monate ist er schon ganz schön weit entwickelt."

Die Zeit der Schwangerschaft war auch eine Phase des Nachdenkens: Laufschuhe für immer an den berühmten Nagel hängen oder noch einmal das Ziel Olympia angehen? Der Daumen ging nach dem Familienrat - Ehemann Richard hat in diesem Jahr den München-Marathon für sich entschieden - nach oben. "Nach Athen 2004 möchte ich Gleiches noch einmal erleben", sagt Ulrike Maisch.

Bereits einen Monat nach der Entbindung absolvierte sie erste Einheiten. Der Umfang nahm immer mehr zu. Heute sind es schon pro Tag zwei. "Morgens eine intensive Laufeinheit, nachmittags allgemeines Training. Läufe bis zu 35 Kilometer habe ich schon absolviert", erläutert sie. Aber: "Zuerst waren meine Fersenprobleme wie weggeblasen, doch es meldeten sich auch wieder Schmerzen im Fuß."

Leistungssportlerin, junge Mutter und Ehefrau - das erfordert im Hause Maisch/ Friedrich einen klar strukturierten Tagesablauf. Hilfe kommt von einer Tagesmutter, die für die Marathon-Ambitionen des Ehepaars Verständnis hat. Einer, der auch voll mitzieht, ist Trainer Klaus-Peter Weippert. Mit ihm lebt Ulrike Maisch in einer "Fernbeziehung". "Das aus Rostock zu managen, ist nicht einfach. Ich will sie nach Kräften unterstützen, die Olympia-Norm von 2:30 Stunden zu schaffen", sagt der Coach. Eine Trennung von Klaus-Peter Weippert ist für Ulrike Maisch kein Thema: "Er kennt mich, wir waren bis zu meinen Verletzungen erfolgreich. Herr Weippert hat auch in schwierigen Phasen an mich geglaubt. Er weiß genau, wie ich fühle und denke."

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