Ulamek zum Dritten - Pole wiederholt Vorjahressieg beim Teterower Auerhahn

Seinen insgesamt dritten Sieg beim Teterower Auerhahn feierte Sebastian Ulamek mit einer artistischen Einlage. Foto: Bert Burchett
Seinen insgesamt dritten Sieg beim Teterower Auerhahn feierte Sebastian Ulamek mit einer artistischen Einlage. Foto: Bert Burchett

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12. Mai 2008, 08:02 Uhr

Teterow - Er hatte es im Vorfeld angekündigt, und er hielt Wort: Nach seinen Erfolgen 2003 und 2007 sicherte sich der Pole Sebastian Ulamek zum insgesamt dritten Mal den Teterower Auerhahn-Pokal und ist damit der bislang erfolgreichste Akteur bei diesem Speedwayrennen. Als bester Deutscher landete Christian Hefenbrock nach seinem vierten Rang im Vorjahr diesmal auf Platz fünf.

Ulamek kam am Sonnabend vor 8000 Zuschauern in der Arena am Kellerholz etwas beschwerlich in Tritt. In seinem ersten Lauf musste er dem deutschen Nationalmannschafts-Fahrer Tobias Kroner (Dohren) den Vortritt lassen – es blieb der einzige „Dreier“ des Niedersachsen. Danach war der Pole nicht mehr zu bewingen – obwohl sein Landsmann Gregorz Walasek, der Tagesschnellste (74,23 km/h), ihm in Lauf sechs alles abverlangte. Danach entschied Ulamek alle Durchgänge souverän für sich und kam als punktbester Fahrer ins Halbfinale.

Das erreichte – zum zweiten Mal in Folge – auch Christian Hefenbrock. Der Profi, der ebenfalls der Nationalmannschaft angehört, begann mit einem Laufsieg verheißungsvoll, fuhr dabei die zweitschnellste Zeit des Tages (74,14 km/h) und kam letztlich mit neun Zählern sicher weiter.

Zur Überraschung entwickelte sich der Australier Troy Batchelor. Der kam bei seinem Kellerholz-Debüt ebenfalls nicht richtig aus den Startlöchern, begann mit einem Zähler und einer Sturz-Disqualifikation. Dann aber stimmte der Schwung, zwei Laufsiege und ein zweiter Platz brachten auch ihn sicher ins Halbfinale, in dem er lediglich dem Schwerinen David Ruud den Vortritt ließ, aber Walasek und den Dänen Kennet Hansen bezwang. Im zweiten Semifinale setzte sich Ulamek vor dem für Ungarn startenden Slowenen Matej Ferjan und Hefenbrock durch, Bahnrekordhalter Niklas Klingberg aus Schweden schied als Viertplatzierter aus.

Das Finale schließlich wurde eine weitere klare Sache für Ulamek. Der landete einen Start-Ziel-Sieg vor Ruud, Überraschungs-Mann Batchelor und Walasek. Dieser hatte in der vorletzten Runde Hefenbrock überholt, der sich anschließend mächtig ärgerte. „Natürlich möchte man im Finale seine beste Leistung zeigen. Als mich Walasek überholte, wollte ich zurückschlagen, aber das klappte nicht. Aber der Ärger ist schon wieder verraucht. Mir ist wichtig, dass ich nach einer Flaute wieder im Aufwärtstrend bin. Wenn ich mich kontinuierlich weiter steigere, habe ich auch eine reelle Chance, beim Grand Prix im Oktober auf Schalke wieder dabeizusein.“ Sprachs und machte sich auf den Weg nach Polen, wo am Sonntagmittag schon wieder ein Ligarennen auf dem Programm stand

Mit sich zufrieden sein konnten auch seine Nationalmannschafts-Kameraden Martin Smolinski (Olching) mit sechs Punkten und Tobias Kroner, der gar auf sieben Zähler kam. Enttäuscht dagegen waren Mathias Schultz und Matthias „Matten“ Kröger (Bokel). Der gebürtige Schweriner Schultz, ebenfalls Nationalmannschafts-Fahrer, kam mit der Piste überhaupt nicht zurecht und hamsterte gerade einmal zwei Punkte. „Dreimal haben wir das Setup geändert, aber geholfen hat es nichts. Die Bahn ist sehr hart und sehr glatt, das liegt mir einfach nicht!“ Ähnliche Probleme hatte Kröger, der sogar ohne jeden Zähler blieb. „Diese Bahn hier ist heute überhaupt nicht mein Ding“, gab er zu Protokoll.

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