Ufos über Mecklenburg

Eine medizinisch-technische Radiologie-Assistentin kontrolliert im Universitätsklinikum Greifswald Aufnahmen, die mit einem Magnetresonanztomographen erstellt wurden. Foto: dpa
Eine medizinisch-technische Radiologie-Assistentin kontrolliert im Universitätsklinikum Greifswald Aufnahmen, die mit einem Magnetresonanztomographen erstellt wurden. Foto: dpa

Mehrmals haben Leser in dieser Woche unbekannte Flugobjekte beobachtet. In Moraas und Hagenow-Heide berichteten Spaziergänger von „seltsam lautlos“ schwebenden Lichtern. Auch in Schwerin sind zur selben Zeit ähnliche Lichtobjekte gesichtet worden. Ufos über Mecklenburg.

svz.de von
01. August 2008, 07:53 Uhr

Hagenow - „Das war kein Flugzeug und auch kein Hubschrauber“, sagt Peter Suckow. Das Licht, das an jenem Abend gegen 23 Uhr über ihm und seiner Frau beim abendlichen Spaziergang schwebte, war weder verschiedenfarbig, noch blinkte es. „Es schnellte geräuschlos über uns hinweg und war dann plötzlich verschwunden. So als ob es jemand ausgeschaltet hätte.“ Kaum war Peter Suckow wieder zu Hause, klingelte sein Telefon. „Hast du das Licht gesehen“, rief seine Bekannte aus Moraas an. „Sah das nicht aus wie ein Ufo?“ Bisher hatte Peter Suckow Berichte über Ufo-Beobachtungen immer belächelt. Jetzt sei das anders. „Ich kann ja nur über Dinge reden, die ich selbst sehe“, sagt er.

Das Licht über ihm sei zehn Mal stärker und auch zehn Mal größer als das Licht des hell leuchtenden Jupiters am Südhorizont gewesen. „Da kommt man schon auf komische Gedanken.“ Auch in Schwerin sind in dieser Woche mysteriöse Lichtobjekte gesichtet worden. Barbara Maier sah in einer sternenklaren Nacht drei tennisballgroße Lichter, die in gleichbleibender Geschwindigkeit und in gleichen Abständen zueinander über den Neumühler See schwebten. „Ich habe erst gedacht, das ist ein Flugzeug. Aber dafür waren die Lichter zu tief. Außerdem war nicht das leiseste Geräusch zu hören“, sagt sie. Als sie am nächsten Tag beim Baden zufällig ein Gespräch mithört, fühlt sie sich in ihrer ungewöhnlichen Beobachtung bestätigt. „Wir haben gestern Ufos gesehen“, hörte sie einen Jungen erzählen.

Ungewöhnlich findet Werner Walter all diese Beobachtungen nicht. Er arbeitet für das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene in Deutschland und hat allein in diesem Jahr 600 Meldungen von Ufo-Sichtungen entgegengenommen. In jener Nacht, in der Peter Suckow das Ufo in Hagenow-Heide sah, meldeten sich auch Beobachter aus Wien, Frankfurt/Oder, Schenkenberg und Lauchringen. Für Walter ist der Fall klar: „Die Ufo-Welle hat uns Pfingsten vor einem Jahr erfasst“, sagt er. „Genau zu dem Zeitpunkt, als die so genannten Skyballons auf den Markt kamen.“ Die Gasballons in Reispapierhüllen werden zurzeit massenweise verkauft. An lauen Sommerabenden wie in dieser Woche sind die Ballons in ganzen Flotten unterwegs, sagt Walter. Geräuschlos und in warmen Gelbtönen schweben sie am Himmel.

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