Bützow : TSV: Sporthalle eine Nummer zu groß

<strong>Wie geht es</strong> weiter mit der Wilhelm-Schröder-Sporthalle in der Vierburg? Die Stadt möchte sie gerne in fremde Hände geben. Doch für den TSV ist das gegenwärtig eine Nummer zu groß. <foto>Ralf Badenschier</foto>
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Wie geht es weiter mit der Wilhelm-Schröder-Sporthalle in der Vierburg? Die Stadt möchte sie gerne in fremde Hände geben. Doch für den TSV ist das gegenwärtig eine Nummer zu groß. Ralf Badenschier

Die Gespräche zwischen der Stadt Bützow und dem Sportverein über den Zuschuss- und Betreibervertrag für die Sporthalle am Vierburgweg wurde ergebnislos beendet. Somit bleibt die Halle in stätischer Hand.

svz.de von
22. März 2013, 09:57 Uhr

Die Bewirtschaftung der Sporthalle am Vierburgweg bleibt vorerst in städtischer Hand. Die Gespräche zwischen der Stadt und dem TSV Bützow seien ergebnislos beendet worden, informierte Karl Bittmann, Präsident des größten Bützower Sportvereins, auf der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend.

Da die Halle nur noch ausschließlich für den Freizeitsport genutzt werde, hatte Bürgermeister Sebastian Constien zu Jahresbeginn Gespräche mit dem TSV angekündigt. Die Idee war, wie bereits mit dem Sportplatz am Wall, einen Betreiber- und Zuschussvertrag zu vereinbaren. Sprich: Der TSV bekommt eine bestimmte Festsumme X und schultert damit die gesamt Bewirtschaftung der Halle. Bürgermeister Sebastian Constien begründet seinen Vorstoß damit, dass Freizeitsport zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune gehöre. Deshalb ist die Stadt angehalten, im Rahmen eines Haushaltskonsolidierungskonzeptes, solche Leistungen auf den Prüfstand zu stellen. Doch was mit dem Sportplatz am Wall funktioniert, könne nicht auf die Halle übertragen werden, wie die Gespräche zeigten.

Immerhin nennt der TSV auf der Grundlage des Zuschuss- und Betreibervertrages für den Sportplatz am Wall mittlerweile einen Platzwart sein Eigen, so Karl Bittmann. Thomas Dankwart ist nun direkt beim TSV angestellt. Nicht nur in diesem Zusammenhang lobt der Vereinschef die Zusammenarbeit mit der Stadt: ,,Ich kann es gar nicht oft genug sagen, dass die Abstimmung beider Parteien sehr gut ist." Hilfe von der Stadt erhofft er sich auch für den Bau eines Kunstrasenplatzes. ,,Das ist ein Projekt, dass wir uns vornehmen sollten. Gerade jetzt zeigt sich wieder, wie wertvoll so was sein kann", sagt Karl Bittmann. Finanziell könne der Verein das alleine nicht stemmen, wenngleich der Verein auf gesunden Füßen stehe. Die Bützower machten keine Schulden und verfügen nach wie vor über einen fünfstelligen Gesamtbestand. ,,Das zeigt, dass wir wieder vernünftig gewirtschaftet haben. Wir sind immer bestrebt, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Keine Abteilung schmeißt mit Geld um sich", sagt Karl Bittmann. Auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr sieht kein Minus vor. In einer Zeit, in der Sponsoren immer wichtiger werden, versucht der Klub auch über andere Wege Geld zu generieren und wurde dabei in den eigenen vier Wänden fündig. Fast das gesamte Obergeschoss des Vereinsheimes auf dem Sportplatz am Wall ist mittlerweile langfristig an eine Tagesmutter vermietet, was zusätzliche Einnahmen über Jahre sichert. Des Weiteren kann die ehemalige Gaststätte gegen eine Gebühr als Veranstaltungsraum genutzt werden. Doch was dort eben funktioniert, ist nicht eins zu eins auf die Sporthalle zu übertragen. Zwar schaffte es der Verein, die Kosten für die Sportstätte in Form eines Hallenwartes zu senken, doch reichen die Einsparungen nicht aus, um dann solide zu wirtschaften.

Beim Blick in den städtischen Haushalt wird sichtbar: Es geht um Gesamtkosten von rund 110 000 Euro im Jahr. Dem stehen gegenwärtig gerade einmal Einnahmen von etwa 10 000 Euro gegenüber. Es werde in der nächsten Zeit deshalb weitere Gespräche mit dem TSV geben, wie insbesondere die Bewirtschaftungskosten weiter reduziert werden können, so Bürgermeister Sebastian Constien. Es gehe um eine effektivere Auslastung unter dem Gesichtspunkt der Kostensenkung.

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