Die Friedhofskapelle in Kaarßen ist marode : Trauerfeier nur noch in der Kirche

Wenn die Friedhofskapelle in Kaarßen nicht bald ganz geschlossen werden soll, muss an dem Gebäude dringend etwas gemacht werden.
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Wenn die Friedhofskapelle in Kaarßen nicht bald ganz geschlossen werden soll, muss an dem Gebäude dringend etwas gemacht werden.

Der Wind pfeift durch die kaputten Fenster und weht Schnee herein. Es gibt keine Heizung, und die Risse in den Wänden sind nicht zu übersehen. Die Rede ist von der Friedhofskapelle in Kaarßen.

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28. Dezember 2010, 11:25 Uhr

Der Zahn der Zeit hat an ihr genagt, und es besteht dringend Handlungsbedarf.
"In den 70-er Jahren wurde das Gebäude mit den damals zu DDR-Zeiten vorhandenen Baustoffen gebaut. Im Laufe der Jahre wurde immer mal wieder hier und da ausgebessert. Aber jetzt ist es so schlimm, dass wohl nur noch ein Neubau oder eine umfassende Sanierung in Frage kommt", sagt Hans-Hermann Hose, Mitglied im Vorstand der Kirchgemeinde. Die Schäden betreffen vor allem die Fertigteile der Außenwand. Hier sind Risse in den Fugen zwischen den Elementen vorhanden, eine Wärmedämmung gibt es nicht, und der hintere Kellerniedergang ist durch Frostschäden zerstört worden. Das Dach weißt auch Schäden auf, und es regnet an einigen Stellen durch.

Bauliche Mängel machen Trauerfeier in Kapelle unmöglich

Eine Unterschriftensammlung wurde organisiert, auf der 300 Bürger unterschrieben haben, die sich für den Erhalt der Feierhalle in Kaarßen stark machen wollen. Die Liste wurde dem Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus übergeben. Bei einem Gespräch am 7. Dezember sicherte er seine Hilfe zu, und auch Ratsvorsitzender Ralf Makagon (CDU) will sich für die Belange der Bürger einsetzen. "Die Einwohner selbst und auch hier ansässige Firmen wollen sich durch viel Eigeninitiative miteinbringen", sagt Hans-Hermann Hose. Jahrelang hat die Kirchengemeinde schon bei den Gottesdiensten Kollekte für den Erhalt oder Neubau gesammelt. Zehn bis 15 Beerdigungen finden im Jahr in Kaarßen statt. Dazu gehören die Orte Pinnau, Laave, Bitter, Stixe, Rassau, Herrenhof und Kaarßen. Zur Zeit machen die baulichen Mängel an und in dem Gebäude eine würdige Trauerfeier aber unmöglich. Pastor Matthias Schieferdecker weicht jetzt in die Kirche in Kaarßen aus. Das ist aber nur eine Übergangslösung.

"Ein Statiker wurde nun beauftragt, die genauen Schäden an der Friedhofskapelle festzustellen, damit wir wissen, was zu tun ist und auch den ungefähren Kostenrahmen kennen", sagt Hans-Hermann Hose.

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