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Quetzin: Lanz-Bulldog- und Oldtimer-Treffen : Traktorraritäten auf großer Fahrt

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Kulttreffen am Heidensee: Tausende Anhänger alter Fahrzeugtechnik haben sich am Wochenende zum zwölften Mal auf dem Anwesen der Familie Reichelt am Heidensee getroffen.

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erstellt am 27.Jun.2011 | 11:27 Uhr

Kulttreffen am Heidensee: Tausende Anhänger alter Fahrzeugtechnik haben sich am Wochenende zum zwölften Mal auf dem Anwesen der Familie Reichelt am Heidensee getroffen. Lanz, Fendt, Fahr, Deutz, Massey-Ferguson, McCormick, Claas, MAN, Hanomag oder Porsche waren dort als Oldtimer versammelt, aber mit Famulus, Universal oder Fortschritt auch namhafte Ackerfahrzeuge aus der Vor-Wendezeit. Unter die Boliden der Land- und Forstwirtschaft mischten sich geschickt zig Zweiräder: Motorroller, Motorrads, Mopeds - Simson oder EMW zum Beispiel. Aber auch Automobile der längst ausgestorbenen Art waren zu bewundern: Wartburgs als Kombis mit lichtdurchflutetem Heckaufbau oder als elegantes Sport-Coupe und natürlich Trabants aller Variationen. Die ersten Unentwegten waren bereits vergangene Woche angereist, um einen attraktiven Stellplatz zu ergattern.

Mit Volldampf auf den Bauernhof

Auf sie alle wartete ein begeisterungsfähiges, interessiertes Publikum. Das war nicht allein per Zweirad oder Auto angereist, sondern auch mit Eisenbahn-Sonderfahrten: Die Prignitzer Eisenbahn mit einem historischen Schienenbus und die Dampflokfreunde sowie der Traditionszug aus Berlin belebten verschiedene Streckenabschnitte zwischen Pritzwalk und Güstrow. In den Zubringer-Verkehr hatten sich auch VBB und ODEG eingeklinkt.

Auf einem vielfältigen Teilemarkt wurde gekramt, gefachsimpelt und gefeilscht, was das Zeug hielt. Zwei Sägewerke - betrieben mit Dieselmotoren -produzierten Bretter: Stefan Brandt aus Plau war mit seiner Apparatur auf der Höhe der Zeit. Wenige Meter weiter zeigte ein größeres Horizontal-Sägewerk von 1913, das seine Resultate nicht zu verstecken braucht. Nebenan werkelten Joachim Schulz aus Parchim und sein Kollege artistisch mit ihren Kettensägen, um damit aus Baumstämmen kunstvolle Holzobjekte zu fabrizieren.

Die Oldtimer waren am Sonnabend nach Plau und am Sonntag nach Quetzin zur Ausfahrt eingeladen und legten dort mit ihrem Corso den Verkehr der Wochenendausflügler lahm. Bei etlichen Wettbewerben stellten sie unter Beweis, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen zu zählen sind. Außerdem bereicherte die Plauer Feuerwehr das Rahmenprogramm mit einer Rettungsübung. Für weitere Abwechslung sorgten DJ Frank, der Moderator Marcus Born, Kinder-Animationen, die Plauer Line Dancer, die Bonita-de-Brasil-Truppe mit einer heißen Samba-Show und Willi Freibier zum Frühschoppen am Sonntagvormittag.

Das Traktortreffen hat längst Kultstatus: Aus bescheidenen Anfängen hat es sich zwar zu einem Mekka der Bulldog-Liebhaber mit rund 300 Teilnehmern und rund 6000 Besuchern entwickelt, aber dabei seinen familiären Charakter bewahren können. Zu verdanken ist das Michael Reichelt und seiner Familie, die nach wie vor für die Regie dieses Treffens verantwortlich zeichnen. Inzwischen aber erfahren sie reichlich Unterstützung von Stadt, Feuerwehr und Polizei.

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