Tragödien auf der Landstraße: 52-jähriger BMW-Fahrer stirbt, Kind aus Golf geschleudert

Auch kurz nach 12 Uhr war es auf einigen Straßen spiegelglatt. Dadurch kam eine 37-jährige Autofahrerin zwischen Wakenstädt und Gadebusch ins Schleudern und geriet mit ihrem Opel in den Straßengraben.   Foto: Karl-Ernst Schmidt
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Auch kurz nach 12 Uhr war es auf einigen Straßen spiegelglatt. Dadurch kam eine 37-jährige Autofahrerin zwischen Wakenstädt und Gadebusch ins Schleudern und geriet mit ihrem Opel in den Straßengraben. Foto: Karl-Ernst Schmidt

Zwei Verkehrsunfälle bei Schönberg haben ein Todesopfer sowie zwei Schwerverletzte gefordert. Gegen 2 Uhr krachte gestern ein BMW gegen einen Straßenbaum. Nach Sonnenaufgang schleuderte ein Golf gegen einen Kleintransporter. Die Fahrerin wollte ihre fünfjährige Tochter zum Kindergarten fahren. Sie und das Mädchen liegen nun im Krankenhaus. Beide Unfälle hatten sich auf der Landesstraße 11 ereignet.

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20. Januar 2009, 12:01 Uhr

Schönberg/Gadebusch | Für den 52-jährigen BMW-Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Nach Angaben der Polizei verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Zuvor war er aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Wagen frontal gegen einen Straßenbaum gekracht. Polizisten kamen wenig später an der Unfallstelle vorbei und entdeckten im Straßengraben den beschädigten BMW des 52-jährigen Fahrers. Ein Gutachter der Dekra hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Stunden später ein neues Drama auf der Straße

Nur wenige Stunden später mussten Polizei und Rettungskräfte erneut ausrücken. Auf spiegelglatter Straße hatte die Fahrerin eines VW Golfs wenige hunderte Meter vor Schönbergs Ortseingang die Kontrolle über ihren Wagen verloren. Sie geriet ins Schleudern und krachte gegen einen VW Transporter.

Die Frau (39) wollte nach Informationen unserer Zeitung ihre fünfährige Tochter in den Kindergarten bringen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Mädchen vermutlich aus dem Fahrzeug geschleudert. Beim Eintreffen der Polizei lag ein Teil des Kindersitzes am Fahrbahnrand, die Rückenlehne hing aus dem Fahrzeug. Ob das Kind nicht richtig gesichert gewesen ist, war zunächst unklar.

Rettungskräfte brachten Mutter und Kind in ein Krankenhaus. Auch in diesem Fall hat ein Gutachter der Dekra die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Überfrierende Nässe führte zu weiteren Unfällen

Auch auf anderen Straßen hatte überfrierende Nässe die Fahrbahnen teilweise in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Beispiel Gadebusch: Dort kam kurz nach 12 Uhr eine 37-jährige Frau mit ihrem Opel ins Schleudern, geriet auf die Gegenfahrbahn und rutschte in den Straßengraben. Die Frau kam mit einem Schrecken davon. Der Schaden an ihrem Wagen beläuft sich auf mehrere tausend Euro, sagte ein Polizeibeamter vor Ort. Betroffen von Straßenglätte waren insbesondere mehrere Straßen im Raum Grevesmühlen und Schönberg. Die Polizei zählte bis zum Vormittag rund 15 Verkehrsunfälle bei denen drei Personen leicht verletzt wurden.

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