Tragischer Tod auf der Elde - Rentner verbrennt mit seinem Sportboot

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28. August 2008, 09:53 Uhr

Kuppentin - Täglich schippern Dutzende Hobbykapitäne mit ihren Booten die Elde zwischen dem Plauer See und Lübz rauf und runter, passieren dabei auch den Wasserwanderrastplatz in Kuppentin. An diesem besonders idyllischen Fleckchen Erde ereignete sich gestern gegen 13 Uhr ein tragisches Bootsunglück. Dabei kam ein Mann ums Leben, seine Ehefrau wurde schwer verletzt.

Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei wollte ein 69-jähriger Rentner aus Lübz am Wasserwanderrastplatz Kuppentin auf der Elde-Müritz-Wasserstraße sein Sportboot betanken. Dabei muss es wohl eine Verpuffung gegeben haben. „Dadurch explodierte das Boot und das Feuer breitete sich sehr schnell aus“, so ein Polizeisprecher.

Die bei der Explosion entstandene Druckwelle schleuderte den Bootseigner, der körperlich behindert war, ins Boot, während seine 65 Jahre alte Ehefrau ins Wasser geschleudert wurde. Schwer verletzt konnte sie sich ans Ufer retten und musste dann mit ansehen, wie das Boot komplett in Flammen aufging.

Ihr Mann sowie der Hund der Familie, der mit an Bord war, verbrannten. Sie selbst wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Den Unfall beobachteten auch Urlauber, die zur gleichen Zeit mit ihrem Boot in der Nähe unterwegs waren. Vermutlich waren sie es, die die Rettungskräfte alarmierten.

Die 16 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gallin-Kuppentin sowie aus Lübz waren wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort und begannen sofort, den Brand zu bekämpfen. Doch für den Rentner und seinen treuen Hund kam jede Hilfe zu spät.

„Kameraden aus Kuppentin waren nur 300 Meter entfernt und begannen mit der Tragkraftspritze das Feuer zu löschen. Wir haben später mit dem Tanklöschfahrzeug die weiteren Löscharbeiten übernommen, leider konnten aber auch wir nichts mehr retten“, so der Einsatzleiter und Wehrführer Roland Zellin.

Die Kameraden fanden den Leichnam des Mannes und den toten Labrador. Polizeibeamte deckten die Leiche mit einem Tuch ab. Das Boot brannte komplett aus. Die Flammen ließen lediglich Teile des Rumpfes und des Motors übrig. Für die Feuerwehrmänner war der Einsatz aber noch nicht beendet: Da das ausgebrannte Boot abzusinken drohte, schöpften sie das Löschwasser aus dem Rumpf und stabilisierten die verkohlten Überreste des Kahns an einem Steg.

Um die Ursache des Unfalles genau zu ermitteln, wurden Spezialisten der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin hinzugezogen. Die Ermittlungen, die die Staatsanwaltschaft Schwerin an sich genommen hat, sowie die Bergung des Bootes dauerten zu Redaktionsschluss noch an.

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