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Mecklenburg-Vorpommern : Tourismus will mit Radfahren punkten

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Umfragen machen deutlich: Fast jeder zweite Gast nutzt während des Mecklenburg-Vorpommern-Urlaubs das Fahrrad, rund 15 Prozent kommen sogar als reine Radurlauber ins Land.

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2011 | 12:12 Uhr

Umfragen machen deutlich: Fast jeder zweite Gast nutzt während des Mecklenburg-Vorpommern-Urlaubs das Fahrrad, rund 15 Prozent kommen sogar als reine Radurlauber ins Land. Ebenfalls knapp die Hälfte der befragten Gäste gibt an, häufig bis gelegentlich Wandern zu gehen. Diesem Bedürfnis trägt MV schon seit Jahren Rechnung und baut das Rad- und Wanderwegenetz aus. "Wir haben aber noch viel Nachholbedarf bei der Qualität und Ausschilderung der Wege", sagt der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Bernd Fischer. Acht Radfernwege und 21 Rundtouren gibt es im Land, auf der ITB wurde der Nordosten zum beliebtesten Radurlaubsland gekürt.

Grundlage war eine Befragung von Urlaubern. Das Ergebnis sei zwar schön, sagt der Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Thomas Möller. "Aber es ist ein Zufallsergebnis und hat mit der tatsächlichen Qualität des Radwegenetzes noch nicht viel zu tun." Wünschenswert wäre eine Vier-Sterne-Qualität zumindest der Radfernwege entlang der Ostseeküste und von Berlin nach Kopenhagen. Dies bedeute z.B. breite Wege, gute Verkehrsführung und eine ausreichende Zahl von spezialisierten "Bett+Bike"-Unterkünften. Hotels also, die bereit sind, auch in der Hochsaison Radler nur für eine Übernachtung aufzunehmen.

Tourismusverbände auf Rügen, Usedom oder Fischland- Darß-Zingst tragen den Bedürfnissen der Urlauber bereits Rechnung und setzen verstärkt auf Elektrofahrräder. Der Verband Mecklenburgische Ostseebäder stellte auf der ITB seine E-Bike-Initiative vor. Diese Woche sollen die mit dem Anbieter "Wondervelo" entwickelten Räder den Vermietern und Fahrradverleihern vorgestellt werden. Der Bedarf sei schwer zu ermitteln. "Es macht aber Sinn für die Verleihstationen, mit zwei Fahrrädern zu beginnen", sagte der Vize-Verbandsvorsitzende Markus Frick. Dabei sind es nicht nur Senioren, die die Tourismusmanager für ihr Angebot im Blick haben.

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