Toter in ausgebranntem Auto

Die Leiche eines 68-jährigen Mannes wurde am Dienstagabend in einem ausgebrannten Auto entdeckt, nachdem Plater Feuerwehrleute die Flammen gelöscht hatten. Die Polizei schließt eine Straftat aus, kann aber noch nicht sagen, was genau auf dem Feldweg am Neddelrad vorgefallen ist.

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03. April 2008, 10:35 Uhr

Plate - Als am Dientag gegen 21.30Uhr die Plater Feuerwehr wegen eines brennenden Autos ausrücken musste, gingen die neun Kameraden von einem ganz normalen Einsatz aus. Aufmerksame Bürger hatten zuvor am Rande des Neddelrades ein Feuer gesehen und die Polizei alarmiert.
Und tatsächlich, auf einem Feldweg neben dem Waldstück, zirka 200 Meter entfernt von der Kreisstraße nach Sukow, stand beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr ein Pkw VW lichterloh in Flammen. Die Kameraden der FFw Plate löschten das Feuer und machten dabei einen grausigen Fund. Im völlig ausgebrannten Fahrzeug befand sich ein lebloser Körper.
Von diesem Augenblick an war es kein normaler Einsatz mehr. „Man muss als Feuerwehrmann natürlich immer mit dem Schlimmsten rechnen, hofft aber, dass das nicht eintritt“, weiß Bernd Heine (49). Der Sukower ist stellvertretender Amtswehrführer von Banzkow und war als solcher am Dienstagabend am Ort des Geschehens. „Die Plater Kameraden haben sehr gefasst reagiert, nach dem Leichenfund weitergearbeitet und darauf geachtet, keine Spuren zu zerstören“, zollt Bernd Heine den am Löscheinsatz direkt Beteiligten Respekt für ihr Handeln.
Einsatzleiter an diesem Abend war Plates Wehrführer Reiner Grunert: „Natürlich war das eine Extremsituation. Aber die Kameraden sind gut damit klar gekommen“, schätzt der 51-Jährige ein. Es war der schwerwiegendste Einsatz seit Jahren für Plates Wehr. Die beiden erfahrenen Feuerwehrmänner wissen aber auch, dass Unfälle oder Brände, bei denen Todesopfer zu beklagen sind, nachwirken. „Wir werden das Geschehene daher noch gemeinsam auswerten“, berichtet Grunert. Er selbst war gestern wie die meisten seiner Leute aber wieder auf Arbeit.

Obduktion soll Klarheit über Todesursache schaffen
Für die letzten Helfer von der freiwilligen Feuerwehr ging dieser Einsatz erst gegen Mitternacht zu Ende. Dann rückten Beamte der Schweriner Kriminalpolizei an und begannen mit ihren Ermittlungen. Die Polizei hält sich bei der Bewertung des Geschehenen noch zurück. „Wir müssen die weiteren Untersuchungen abwarten“, betonte Polizeisprecher Klaus Wiechmann gestern. Fest steht jedoch, dass es sich bei dem Toten um einen
68-jährigen Mann aus der Region handelt. Seine Leiche wird heute obduziert. Davon erhoffen sich die Ermittlungsbehörden klare Erkenntnisse zur Todesursache des Mannes.
Nach dem jetzigen Stand der polizeilichen Ermittlungen kann ein Unfall als Auslöser des Feuers ausgeschlossen werden. Ob sich das Auto selbst entzündet hatte oder in Brand gesetzt wurde, soll eine genaue technische Untersuchung des Wracks klären; dieses wurde noch in der Nacht sichergestellt. „Gegenwärtig haben wir keine Hinweise auf eine Straftat“, ergänzt Wiechmann.

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