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24. August 2008, 06:40 Uhr

Dömitz takeNoch eine Linksbiegung, dann haben Floß und Besatzung ihr Etappenziel erreicht: den Hafen in Dömitz. Hier will die achtköpfige Crew knapp zwei Tage lang bleiben, hier wollen die Aktivisten von Robin Wood Überzeugungsarbeit leisten.
„Saubere Energie statt Kohle und Atom!“, steht es schwarz auf weiß auf einem großen Tuch, dass sich über das Floß spannt. „Wir setzen uns für eine ökologische Energiewende ein“, sagt Sara-Ann Lampmann, 25-jährige Psychologie Studentin aus Hamburg. Genau wie ihre Mitstreiter, die gerade einen kleinen Stand mit Flyern und Broschüren auf dem Hafengelände aufbauen, schläft sie, isst sie und schippert sie seit Tagen auf dem Boot, dass Robin Wood-Mitglieder vor drei Jahren aus Naturholz gebaut haben. Auf dem Dach ist eine kleine Solaranlage installiert, „denn etwas Strom brauchen wir auch an Bord“, sagt Sara-Ann Lampmann. Vier bis fünf Kilometer pro Stunde legt das schwimmende Holzkonstrukt zurück, lässt sich dabei hauptsächlich von der Strömung treiben. Und vom Standgas, denn ganz ohne Diesel gefütterten Außenborder geht es auch nicht. „Den müssen wir leider haben. Das ist eine Auflage der Behörden, um überhaupt den Fluss befahren zu dürfen. Und er hilft uns zu manövrieren“, ergänzt die Studentin, die nicht die ganzen 35 Tage an Bord ist. Die Wood-Aktivisten wechseln sich ab, rund 50 von ihnen gehen an und von Bord auf der 630 Kilometer langen Route von Dresden nach Hamburg. Am Samstag heißt es „Leinen los“, um Hitzacker, die nächste Station, anzulaufen.

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