Tödliche Falle: Drei Lkw ineinander verkeilt

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06. Juni 2008, 09:28 Uhr

Ferch/Potsdam - Zwei Männer sind gestern früh bei einem Unfall mit drei Lastwagen auf dem südlichen Berliner Ring ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen erlitten bei dem Auffahrunfall schwere Verletzungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Kollision hatte sich gegen 4 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ferch und Michendorf ereignet, als zwei Lkws aus Polen und Deutschland unter einer Brücke mit voller Wucht auf einen mit Kranteilen beladenen Lastwagen aus der Ukraine auffuhren. Über den genaueren Unfallhergang war bis gestern Abend noch nichts bekannt.

Der 47-jährige Fahrer aus Sachsen-Anhalt, der am Steuer des deutschen Lastwagens saß, erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Auch der Beifahrer des mit Zahnpasta beladenen Lastwagens aus Polen kam ums Leben. Der polnische Fahrer (27) sowie der ukrainische (29) seien schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Ihre Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich.

Es werde davon ausgegangen, dass der ukrainische Fahrer der Unfallverursacher sei, sagte eine Polizeisprecherin. Ob er möglicherweise mit seinem Lkw unter der Brücke steckenblieb, sei noch nicht geklärt. Er sei vernehmungsfähig und solle möglichst bald zum Unfallhergang befragt werden.
Die Bundesautobahn 10 in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder) musste vollständig gesperrt werden. Stundenlange Staus bis in den Nachmittag hinein waren die Folge. Besonders schwierig gestaltete sich die Bergung des polnischen Lastwagens. Dieser drohte auseinanderzubrechen.

Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) kündigte in einer Reaktion verstärkte Polizeikontrollen an, da immer noch viel zu viele Lastwagen als „rollende Gefahr“ unterwegs seien.

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