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Trend geht zu artgerechter Haltung und Umweltbildung : Tierparks investieren

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Die 22 Tierparks in MV wollen 2011 mehr als 50 Millionen Euro in den Bau weiterer artgerechter Schauanlagen und in die Etablierung neuer Projekte für die Umweltbildung investieren. 36,9 Millionen Euro kommen vom Land.

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erstellt am 03.Jan.2011 | 06:06 Uhr

Schwerin | Die 22 Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern wollen 2011 mehr als 50 Millionen Euro in den Bau weiterer artgerechter Schauanlagen und in die Etablierung neuer Projekte für die Umweltbildung investieren. Nach Angaben von Umweltminister Till Backhaus (SPD) werden 36,9 Millionen Euro Landesmittel in den Ausbau der Einrichtungen fließen, etwa 60 Prozent davon zielen auf Projekte zur Rettung bedrohter Tierarten.

Auf der Bauliste stehen Vorhaben wie das Südamerika-Haus in Schwerin, ein Darwineum in Rostock oder ein weiträumiges Wolfsgehege in Ueckermünde. Der Trend geht zu größeren Gehegen mit naturnaher Gestaltung, zur Einbindung in internationale Zuchtprogramme und zu Naturschutzzentren mit Bildungsauftrag. Zudem sollen die 15 Zoo-, Botanik- und Umweltschulen durch Zuschüsse aus dem Bildungsministerium gestärkt werden.

Mit einem Aufwand von fast zwei Millionen Euro strebt der Zoo Schwerin in diesem Jahr das größte Bauvorhaben seiner Geschichte an. Das voraussichtlich im Frühsommer öffnende Humboldt-Haus werde tropische und subtropische Tierarten präsentieren, kündigte die Zooleitung an, darunter Ameisenbären, Faultiere, Affen und Reptilien. Zudem strebe der Tierpark 2011 die Aufnahme in den Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) an. Nach Rostock wäre Schwerin damit die zweite Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern, die den strengen WAZA-Kriterien entspricht.

In Rostock soll das Darwineum mit einem Menschenaffenhaus zum neuen Besuchermagneten werden. Der Bau soll im Frühjahr beginnen. Nach Fertigstellung sollen in dem 25 Millionen Euro teuren Tropenkomplex zur Evolutionsgeschichte der Tiere neben Gorillas und Orang Utans auch über Jahrmillionen erhalten gebliebene Arten wie Schlammspringer, Pfeilschwanzkrebs und Schnabeligel vorgestellt werden.

Der Tierpark in Ueckermünde will sich auf Arten spezialisieren, die sich seit der Eiszeit im Gebiet der heutigen Odermündung etabliert haben. Größtes Vorhaben ist der Bau eines 5000 Quadratmeter großen Wolfsgeheges. In der über ein unterirdisches Labyrinth begehbaren, rund 600 000 Euro kostenden Anlage können Besucher künftig ein kleines Wolfsrudel in naturgetreuer Umgebung beobachten.

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