Haushalts- und Finanzausschuss stellt fest : Thünengut Tellow muss Beiträge zahlen

Die Thünengut Tellow gGmbH muss Erschließungsbeiträge für den Straßenbau und Anschlussbeiträge für Schmutzwasser zahlen. Das stellte jetzte der Haushalts- und Finanzausschuss fest.

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22. März 2013, 12:14 Uhr

Güstrow/Tellow | Die Thünengut Tellow gGmbH muss Erschließungsbeiträge für den Straßenbau und Anschlussbeiträge für Schmutzwasser zahlen. Als sie fällig wurden, hatte der Landkreis 62 500 Euro überwiesen und wartet seither auf die Erstattung durch die GmbH, eine 100-prozentige Tochter des Vereins der Förderer und Freunde des Thünenmuseums. Ein Stundungsvertrag war Ende 2012 abgelaufen. Jetzt muss die Thünengut Tellow gGmbH zahlen, stellte der Haushalts- und Finanzausschuss einstimmig fest. Zur Erinnerung: Mit der Auflösung der Kulturstiftung Teterow war das Thünengut zum Landkreis gekommen. Der verpachtete an die gGmbH. Der Pachtvertrag regele eindeutig, dass auch solche einmalig fälligen Beiträge von der Gesellschaft zu leisten sind, stellten die Ausschussmitglieder fest.

Hintergrund: Der Kreistag hatte auf seiner Februar-Sitzung die Stundungsvereinbarung mit dem Landkreis bis zur Jahresmitte verlängert und gleichzeitig eine Klärung des Sachverhaltes in die Ausschüsse gegeben. Der Förderverein des Museums wollte die Gesellschaft nicht in der Pflicht zur Zahlung der Beiträge sehen.

Die Gesellschaft, so hörten die Ausschussmitglieder von Rainer Boldt, 2. Stellvertreter des Landrates, habe 5000 Euro überwiesen. Blieben noch 57 500 Euro. Er gab zu bedenken, dass die Summe mit den Zuschüssen, die der Landkreis an das Thünengut zahlt, verrechnet werden könnten. Im Haushaltsentwurf 2013 steht eine Summe von 35 000 Euro, nur halb so viel wie in den Vorjahren. Auf eine solche Verfahrensweise wollte sich der Ausschuss nicht festlegen. "Wir wissen nicht, ob es zukünftig überhaupt noch Zuschüsse geben wird", gab Joachim Hünecke (FDP) zu bedenken. Der stellvertretende Landrat Wolfgang Kraatz hatte zuvor informiert, dass sich eine Arbeitsgruppe mit der Zukunft des Gutes beschäftige. Seine Meinung: Museum und Gedenkstätte könnten sich selbst finanzieren, für Tagungsscheune und Gästehaus sei eine private Bewirtschaftung zu erwägen.

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