Plauer Springreiter bei der US-Wintertournee : Thieme gewinnt mit Caesar in Florida

Beim Kalifornien-Abstecher 2010: André Thieme  mit Caesar auf dem Turnier in Deluca. Christine Hormann/Sutherland
Beim Kalifornien-Abstecher 2010: André Thieme mit Caesar auf dem Turnier in Deluca. Christine Hormann/Sutherland

Halbzeit für den zweifachen Derbygewinner André Thiema aus Plau am See bei seiner Wettkampfserie in den Vereinigten Staaten. Seit drei Wochen bereits weilt er beim "Ocala Winter Festival".

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23. Februar 2011, 10:40 Uhr

Halbzeit für den zweifachen Derbygewinner André Thiema aus Plau am See bei seiner Wettkampfserie in den Vereinigten Staaten. Seit drei Wochen bereits weilt derFamilienvater aus Plau am See beim "Ocala Winter Festival" im Norden Floridas. An jedem Wochenende finden dort Große Preise statt.

Vergangenen Sonntag sahnte der Seestädter, der sich bereits 2010 in Florida bei seinem US-Partner Seth Vallhonrat auf die Freiluftsaison in Deutschland vorbereitet hatte, in Ocala richtig ab. Thieme gewann auf Caesar den Großen Preis eines 50 000-Dollar-Springens und wurde zudem auf Uvalier auch noch Dritter. Von der Gesamtsumme von 50 000 strich er 21 500 ein - ein schönes Sümmchen. Rang zwei ging an den schon lange in den Staaten lebenden Deutschen Matthias Hollberg auf Wadisson.

Damit wiederholte der Plauer im Sattel des von Paul Schockemöhle (Mühlen) gezogenen neunjährigen Wallachs Caesar den Sieg aus dem Vorjahr, als das Duo seinerzeit gar bei einem 75 000-Dollar-Springen erfolgreich war.

Es läuft also wieder prächtig für den Plauer, der bereits die Woche zuvor mit dem Mecklenburger Wallach Coco Fünfter im Großen Preis von Ocala geworden war. "Mit Coco bin ich gleich zweimal ganz knapp am Sieg vorbeigeschrammt. Im Großen Preis war ich Schnellster im Stechen der sechs Teilnehmer, hatte aber ausgerechnet am Schlusssprung einen Fehler." Thieme dabei als letzter Starter alles in der Hand. Mit Aragon Rouet fing sich Thieme im Umlauf nur einen Zeitfehler ein und wurde am Ende Siebter. Vergangenen Donnerstag wurde er mit Coco zudem Zweiter.

Coco, einst geritten von Heiko Schmidt (Neu Benthen), hatte Thieme vergangenen Spätherbst in Schmidts Auftrag in die USA verkauft - an seinen Freund Vallhonrat. Dieser stellte ihm den Mecklenburger Wallach nun für die Qualifikationen zum Eine-Million-Dollar-Grand-Prix, der im September wieder in Saugerties (US-Bundesstaat New York) stattfindet, zur Verfügung. Und der 35-jährige Thieme ist - auch dank des jetzigen Sieges - wieder auf dem besten Weg, sich für Saugerties zu qualifizieren. Im Vorjahr war er hier auf Aragon Rouet Neunter geworden, was ihm immer noch 15 000 Dollar einbrachte. Auf der Ocala-Wintertour heimste Thieme 2010 übrigens über 45 000 Dollar an Preisgeld ein, was ihn unterm Strich nach eigenen Aussagen mit "Plus-Minus-Null" aus der US-Tournee rausgehen ließ. Jetzt hat der Plauer bei Ocala-Halbzeit gut 26 000 Dollar an Preisgeldern in der Kasse.

"Die kommenden zwei Wochen geht es mit Coco und Aragon Rouet nach Wellington (südliches Florida - d. A.). In 14 Tagen ist dort der Nationenpreis, allerdings ohne deutsche Equipe, sodass ich nur als Einzelstarter dabei sein werde."

Wulschner und Schmidt starten beim Nationenpreis in Belgien

Unterdessen wurden Holger Wulschner (Groß Viegeln), am Sonntag mit Cefalo Dritter im Großen Preis von Neumünster, sowie Heiko Schmidt von Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) für die deutsche Equipe beim Nationenpreis im belgischen Lummen (Grüne Saison) Anfang April nominiert. Parallel steigt in Leipzig das Hallen-Weltcupfinale der Springreiter.

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