Termin verpasst, Müll bleibt - Zusätzliche Entleerung derzeit nicht möglich

Die Mülltonne ist voll. Kein Problem, denn der Abfuhrtermin rückt näher. Doch als es soweit ist, vergessen Sie den Termin. Was nun? Wir gingen dieser Leserfrage nach.

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29. Oktober 2008, 07:32 Uhr

Prignitz - So mancher macht sich einen Strich im Kalender, andere lassen sich per Computer an den Abfuhrtermin erinnern. Der Möglichkeiten gibt es viele, den Tag nicht zu vergessen, an dem das Müllfahrzeug kommt. Vergisst man den Termin, ist das nicht nur ärgerlich, man bleibt auch auf seinem Abfall sitzen, egal, ob man wöchentlich, alle 14 Tage oder – und dann trifft es Betroffene besonders hart – einmal im Monat die Mülltonne entleeren lässt.

Unserer Leserin K. Löcknitz ist es so ergangen. Sie wohnt, wie sie schreibt, in einem der kleinen Elbdörfer, „und alle vier Wochen wird der Müll abgefahren“. Doch an besagtem Tag fällt es ihr erst morgens um 8 Uhr ein, dass ja wieder die Abfuhr ansteht. Da ist aber schon alles zu spät. „Die fleißigen Männer des Entsorgungsunternehmens sind nicht mehr zu hören. Was nun?“

Unsere Leserin telefonierte herum, sowohl beim Entsorgungsunternehmen als auch beim Landkreis, denn man könne „doch nicht einfach die Dorfbewohner 28 Tage auf dem Müll sitzen lassen“. Doch genau das passiert. Ist die Tour durch, gibt es kein Zurückkommen, sagt der Landkreis.

Einzige Alternative bleibe der so genannte Restmüllsack, Kostenpunkt 6,50 Euro. Der ist sowohl beim Entsorger als auch in der Kreisverwaltung in Perleberg erhältlich. Damit müssen sich Vergessliche dann bis zum nächsten Entleerungstermin behelfen.

Und was sollen Leute machen, die nicht mobil sind, um sich so einen Müllsack zu holen, und „wo bleibt der Sack jetzt im Herbst, wo auch Nagetiere wie Ratten und Mäuse Hunger haben?“, fragt unsere Leserin.

Edelgard Schimko, beim Landkreis als Geschäftsbereichsleiterin zuständig für die Abfallwirtschaft, kann ihre Sorgen verstehen, eine Alternative aber erst ab dem 1. April 2010 anbieten. Dann nämlich soll im Landkreis das neue Müllentsorgungssystem starten, das der alte Kreistag beschlossen hat und für das jetzt die Ausschreibung vorbereitet wird.

Mit dem neuen System soll die Müllentsorgung flexibler gestaltet werden. Das heißt, auch die Dorfbewohner können ihre Mülltonne dann auf die Straße stellen, wenn sie voll ist. Wöchentlich komme das Müllfahrzeug vorbei. Bis dahin aber müssten die feststehenden Termine eingehalten werden, wie das mit den Entsorgern vertraglich vereinbart sei.

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