Parchims größte Sporthalle auf unbestimmte Zeit ohne Pächter : Tennispark - neue Runde, mehr Glück?

Seit gut drei Wochen    ist der Parchimer Tennispark  ohne Pächter. Die Vereine  sorgen   selbst  dafür, dass die Trainingseinheiten stattfinden können.Archiv/Herbst
Seit gut drei Wochen ist der Parchimer Tennispark ohne Pächter. Die Vereine sorgen selbst dafür, dass die Trainingseinheiten stattfinden können.Archiv/Herbst

Ende gut, alles gut? Nicht im Falle von Parchims Tennisparks. Zumindest noch nicht.

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29. Oktober 2011, 12:47 Uhr

Ende gut, alles gut? Nicht im Falle von Parchims Tennisparks. Zumindest noch nicht. Wie Inhaber Hans Thon gestern auf telefonische Nachfrage erklärte, seien die Verhandlungen mit dem jüngsten potenziellen Interessenten ergebnislos verlaufen. Mit ihm, der in der Region und in der Musikbranche zuhause ist, als neuem Betreiber sollten sowohl der bisherige Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Ziegendorfer Chaussee dauerhaft abgesichert als auch mittels Musik-Events neue Veranstaltungsmagneten geschaffen werden. Mit dem Ziel die Halle stärker auszulasten und deutlich rentabler zu machen.

Weil nämlich die Halle für ihn zunehmend zum Zuschussgeschäft wurde, hatte Wolfgang Tapfer zu Jahresbeginn angekündigt, nach zehn Jahren aus dem Pachtvertrag auszusteigen. Seit Ende September ist dieser Status tatsächlich erreicht, und seither die Halle quasi ohne "Hallenwart".

Doch geschlossen ist sie nicht. Und das ist für die hier trainierenden Vereine für den Moment das alles Entscheidende. Karl-Heinz Brockmann, Badminton-Abteilungsleiter beim SV Einheit Parchim, dessen Sektion wie die der Tennisspieler in Parchim andernfalls ohne jede Hallen-Alternative gewesen wäre: "Momentan wird tatsächlich alles über die Vereine selbst gesteuert. Wir haben die Schlüssel und stellen sicher, dass die Halle zu den jeweiligen Trainingszeiten offen ist." Der Trainingsbetrieb liefe also ohne Abstriche, was bei den Betroffenen auch für Erleichterung gesorgt hätte. "Auch finanziell ist momentan alles beim Alten", sagt Brockmann. Doch auch wenn die Angst vor der Hallenschließung momentan nicht aktuell ist, könne die jetzige Situation keine Endlösung sein, findet nicht nur der Badminton-Coach.

Eine andere kann Hans Thon aktuell nicht präsentieren. "Zunächst bin ich wirklich froh, dass der Trainingsbetrieb sichergestellt ist", sagt er und bekräftigt erneut sein Interesse, den Tennispark als Sporttempel in der Kreisstadt erhalten zu wollen. Thon räumt ein, dass es für ihn einfacher gewesen wäre, den Tennispark zu schließen, bis eine neue Lösung gefunden ist. "Ich kann noch nicht sagen, für wie lange, doch zunächst muss es erst einmal so gehen."

Die Verhandlungen mit dem letzten Interessenten sind gescheitert. Rolf Eggert vom Musikhaus Eggert (ansässig in Lübtheen und Schwerin) wird die Halle nicht pachten bzw. betreiben. Jedoch wird er hier im Jahr weiterhin Veranstaltungen anbieten, als nächstes die A24 On Tour Party am 17. November.

Wie Hans Thon erklärte, gibt es inzwischen neue Gespräche mit einem nächsten Interessenten. Um wen es sich dabei handelt, könne und wolle Thon vor einem Vertragsabschluss nicht sagen. Nur so viel, "auch er ist aus der Region, will die Halle aber nicht multifunktional nutzen".

Thon, der sich für die jetzigen Verhandlungen sowohl die Option der neuerlichen Pacht als auch des Verkaufs offen hält, beruhigt die Gemüter: "Ich habe mir keine Frist für die Vertragsunterzeichnung gesetzt. Aber auch hinterher wird Tennis gespielt." Bereits vor Monaten hatte die Sportler das Gerücht verunsichert, der Tennispark werde Lagerhalle.

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