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Landesausscheid in Plau am See : Teamgeist steht an erster Stelle

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Jeder kann ein Pflaster aufkleben. Doch einen Kopfverband so wickeln, dass er "sitzt", gemeinsam eine Schnittwunde verbinden oder jemanden in die Schocklage bringen und einen Notruf absetzen?

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erstellt am 14.Jul.2011 | 01:58 Uhr

Jeder kann ein Pflaster aufkleben. Doch einen Kopfverband so wickeln, dass er "sitzt", gemeinsam eine Schnittwunde verbinden oder jemanden in die Schocklage bringen und einen richtigen Notruf absetzen? Die beliebte kostenlose Gruppenstunde rund um Erste Hilfe, Gesundheit, Spielen und viel Spaß für die Jüngsten gibt es jede Woche in der siebten Stunde.

"In den Übungstunden bringen wir unserer Jugend den Sinn und Zweck des DRK und seiner Geschichte bei. Neben Erste Hilfe und anderen Themen ist auch Spaß und Spiel dabei", erklärt Claudia Zischau. Die 40-Jährige ist seit zwei Jahren Kreisleiterin des Jugendrotkreuzes. Der DRK-Kreisverband habe derzeit fünf Jugendrotkreuzgruppen, die auch Arbeitsgemeinschaften anböten, "Die Grabower AG ,Junge Sanitäter; gibt es seit sechs Jahren. Sie hat 20 Mitstreiter aus den fünften bis zehnten Klassen der Rohr-Regionalschule", berichtet die Pädagogin weiter, die an dieser Lehreinrichtung als Sport- und Bio-Lehrerin unterrichtet. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes habe sie nach einer Idee gesucht, in der viel Praxis vorkäme und sei bei Andreas Skuthan vom DRK in Ludwigslust fündig geworden.

Seitdem setzt sich die Grabower Truppe für die Grundsätze der Rotkreuz und Rothalbmondbewegung ein, nämlich für Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Darüber hinaus lernen, beziehungsweise vermitteln die Heranwachsenden und ihre Kursleiterin aber auch Erste Hilfe oder die Kunst der realistischen Unfalldarstellung. "Wir fahren regelmäßig auf Wettbewerbe", betont Claudia Zischau. Besonders freut sich die junge Frau, dass sich zwei Mannschaften ihres Teams beim Kreisausscheid im Mai in Ludwigslust mit einem ersten und zweiten Platz für den Landeswettbewerb im September in Plau am See qualifiziert haben. "Nun gehen sie als eine Mannschaft an den Start. Das Lampenfieber ist schon sehr groß. Ich hoffe, dass wir uns unter den ersten Fünf wiederfinden. Aber letztlich zählt allein die Teilnahme. Das Erfolgserlebnis tut den Mädchen und Jungs gut, stärkt ihr Selbstbewusstsein." Der Teamgeist stehe an erster Stelle. "Die jungen Leute brennen für ihr ehrenamtliches Engagement. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse schweißen sie zusammen. So durften sie sogar schon Veranstaltungen wie das "Kleine Fest im Großen Park" oder "Burning-Summer" mit absichern helfen." Herkunft, Nationalität, Religion oder Geschlecht spielten bei den Jugendrotkreuzlern keine Rolle, denn Menschlichkeit sei ihr oberster Grundsatz.

Claudia Zischau: "Anderen Menschen helfen, steht ganz oben auf unserem Programm. Mit unserer Arbeit wollen wir uns sozial engagieren, uns für Gesundheit, Umwelt, Frieden sowie Völkerverständigung einsetzen und politisch mitmischen."

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