Tausende erobern Reich des Meeres - 20 000 besuchten neues Ozeaneum

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht am Freitag vor Nachbildungen von Delfinen im größten Meeresmuseum in Deutschland, dem Ozeaneum in Stralsund. Im neuen Komplex des Deutschen Meeresmuseums können Besucher entlang von Großaquarien in die Geheimnisse der Meere eintauchen. Der Bau kostete 60 Millionen Euro und damit zehn Millionen mehr als geplant. Foto: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht am Freitag vor Nachbildungen von Delfinen im größten Meeresmuseum in Deutschland, dem Ozeaneum in Stralsund. Im neuen Komplex des Deutschen Meeresmuseums können Besucher entlang von Großaquarien in die Geheimnisse der Meere eintauchen. Der Bau kostete 60 Millionen Euro und damit zehn Millionen mehr als geplant. Foto: dpa

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13. Juli 2008, 06:09 Uhr

Stralsund - Tausende Neugierige haben am ersten Wochenende nach der Eröffnung den neuen Ausstellungskomplex des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund besucht. Das Foyer des Ozeaneums sei „gerammelt voll“ gewesen, sagte der Sprecher der Einrichtung, Jens Oulwiger, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Man kann aber noch was sehen.“ Dank des langgezogenen Rundgangs entzerre sich der Besucherstrom, so dass es keinerlei Staus und Engpässe an den Aquarien gebe. Zahlreiche Familien hätten sich auf den Weg an die Ostsee gemacht. „Besonders das Meer für Kinder ist sehr beliebt.“ Publikumsmagnet seien auch die originalgetreuen Modelle von Blauwal, Orca und Buckelwal. Das Museum erwartete am Eröffnungswochenende insgesamt bis zu 20 000 Besucher.

Das Ozeaneum in Stralsund war am Freitag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) feierlich eröffnet worden. Das 60 Millionen Euro teure Meeresmuseum will in 39 Aquarien einen Einblick in die Unterwasserwelt der europäischen Meere geben. Der Rundgang endet wegen Bauverzögerungen bei der Aquarientechnik bislang noch nach 27 Schaubecken. Ausstellungen mit Präparaten von Robben, Walen und Wasservögeln informieren über Vielfalt und Bedrohungen der Lebensräume im Meer.

Das größte der Aquarien ist noch nicht gefüllt. „Der Nordsee- Rundgang wird in zwei Wochen möglich sein, dann ist die Anlage komplett“, sagte Oulwiger. Bis dahin gälten ermäßigte Eintrittspreise. Wenn alle 39 Schaubecken voll besetzt sind, werden rund 7000 Tiere von mehr als 100 Arten zu sehen sein. Damit zählt die Einrichtung am Strelasund nach Expertenmeinung zu den zehn bedeutendsten Meeresmuseen der Welt. Das Ozeaneum erwartet jährlich mehr als 550 000 Besucher zusätzlich zum weiterhin geöffneten Meeresmuseum in der Innenstadt.

Die ersten Gäste stammten aus Königswinter bei Bonn, sagte der Sprecher dem Radiosender Antenne Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben die ersten Besucher begrüßt, eine Familie mit drei Kindern aus der Nähe von Bonn, die haben von uns Präsente bekommen, freien Eintritt, ein Buch, ein Plüschtier und einen Ozeaneums-Wein für die Eltern.“

Zum Eröffnungswochenende verwandelte sich auch der Hafen in eine maritime Flaniermeile mit abendlicher Lichtinstallation und vielen museumspädagogischen Angeboten. Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ lag im Stralsunder Hafen. Die Umweltschutzorganisation hat die Ausstellung mit 1,45 Millionen Euro mitfinanziert.

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