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Wasserschaden nach Sturm im Güstrower Malmström-Museum : Tante Emmis Original-Kostüm beschädigt

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Das Güstrower Malmström-Museum muss eine Zwangspause einlegen. Bei dem Sturm mit Starkregen vor einigen Wochen in Güstrow drang Wasser durch das Dach.

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2011 | 11:47 Uhr

Das Güstrower Malmström-Museum, in dem die Geschichte der alten Güstrower Zirkusfamilie dokumentiert wird, muss eine Zwangspause einlegen. Bei dem Sturm mit Starkregen vor einigen Wochen in Güstrow drang Wasser durch das Dach, lief literweise in einen der Ausstellungsräume und zog mehrere Exponate teilweise stark in Mitleidenschaft. "Das hat uns wirklich getroffen. Dabei hat es vor allem das Original-Kostüm von Tante Emmi ziemlich erwischt", sagt Wolfgang Malmström. "Tante Emmi" war die Paraderolle von seinem Schwiegervater Herbert Malmström. Der spielte diese kabarettistische Nummer mehr als 20 Jahre bis in die Mitte der 1950er-Jahre hinein und erlangte damit große Berühmtheit.

Jetzt hofft Wolfgang Malmström, das Kostüm aus den 1940er-Jahren schnell wieder herrichten zu können. Aber es gibt noch mehr zu tun: "Es ist viel Lehm bei dem Wasserschaden mit runter gekommen. Alles ist braun", sagt er. Einer der beiden Ausstellungsräume ist für die anstehende Sanierung komplett leergeräumt, im anderen stapeln sich die restlichen Ausstellungsgegenstände. Das Museum bleibt bis auf weiteres geschlossen. Im Spätherbst, so Malmström, könne die Ausstellung hoffentlich wieder eröffnen. Im Zuge der jetzigen, zwangsweisen Sanierung plant Malmström, der Ausstellung in einem der Räume ein neues Gesicht zu geben.

In dem kleinen Museum in der Straße Zu den Wiesen wird seit 1999 die Geschichte von der Seilläufer-Dynastie der Kolters über das Zirkusunternehmen und das Varieté der Malmströms bis hin zum DDR-Staatszirkus dargestellt, dem mehrere Familienmitglieder angehörten. Insgesamt wird hier Zirkusgeschichte aus zwei Jahrhunderten dokumentiert. Es gibt zahlreiche Original-Requisiten, alle von der Familie Malmström zusammengetragen. Zur Ausstellung gehören auch zwei mehr als 100 Jahre alte Zirkuswagen im Garten des Museums. Wolfgang Malmström nennt es "ein Museum der besonderen Art". Vor allem Zirkusfreunde und -kenner zieht es hierher. "Unsere Ausstellungsstücke leben von den Anekdoten, die damit verbunden sind", erklärt Wolfgang Malmström, der die Besucher auch persönlich durch das Museum führt. Zu den bekanntesten Gästen der jüngsten Vergangenheit gehörten unter anderem Entertainer Gunther Emmerlich und der Komödiant Emil Steinberger aus der Schweiz.

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