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Schweriner Theater spart : „Tannhäuser“ singt nur einen Frühling

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„Tannhäuser“, legendärer Minnesänger und Titelfigur in Richard Wagners gleichnamiger Oper, singt nur einen Frühling auf der Bühne des Staatstheaters. Als Grund nannte das Theater die schlechte finanzielle Situation“.

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erstellt am 17.Feb.2012 | 10:33 Uhr

„Tannhäuser“, legendärer Minnesänger und Titelfigur in Richard Wagners gleichnamiger Oper, singt nur einen Frühling auf der Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin. Schon kurz nach der Premiere im Januar entschied Generalintendant Joachim Kümmritz nun, die Oper entgegen bisherigen Plänen in der Saison 2012/2013 nicht wieder in den Spielplan zu nehmen. Als Grund nannte das Theater am Freitag die „extrem angespannte finanzielle Situation“. Der Aufsichtsrat der Theater-gGmbH habe die Kürzung des Honoraretats für das laufende Jahr 2012 um 500 000 Euro beschlossen. Bis zur Sommerpause soll es noch sechs Vorstellungen der großen Wagner-Oper, für die zahlreiche Gäste engagiert wurden, geben.

„Die Streichung dieser Inszenierung in der nächsten Saison bedeutet einen eklatanten Verlust an künstlerischer Qualität für das Schweriner Theater und das kulturelle Profil Schwerins und Mecklenburg-Vorpommerns“, beklagte Kümmritz. Dem Rotstift fallen seinen Angaben zufolge auch die Sommerveranstaltung „Puppen im Park on tour“ und das Sommerstück des Schauspielensembles „Im Weißen Rössl“ zum Opfer. Die renommierten Schlossfestspiele, in diesem Jahr mit Ruggero Leoncavallos Oper „Der Bajazzo“ in Kooperation mit dem Zirkus Roncalli, bleiben von den drakonischen Sparmaßnahmen verschont. Das Staatstheater war zu Wochenbeginn erst durch zusätzliche Zuschüsse der Stadt in Höhe von 1,4 Millionen Euro vor der drohenden Insolvenz gerettet worden.

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