zur Navigation springen

Plau am See : Systemumstellung bindet Kräfte

vom

Die doppelte Buchführung stellt Kommunen vor Herausforderungen. Im letzten Jahr vor der Umstellung gebe es bei ehrenamtlichen Mitgliedern der Stadt- und Gemeindevertretungen noch viel Informationsbedarf, sagt Plaus Bürgermeister Reier.

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2011 | 11:50 Uhr

Die doppelte Buchführung - kurz Doppik - stellt Kommunen vor Herausforderungen. Im letzten Jahr vor der Umstellung gebe es bei ehrenamtlichen Mitgliedern der Stadt- und Gemeindevertretungen noch viel Informationsbedarf, sagt Plaus Bürgermeister Norbert Reier. Und auch auf Verwaltungsmitarbeiter kommt eine erhebliche Mehrbelastung zu. "Für die Strukturierung der Verwaltung werden wir eine zentrale Buchungsstelle in Zusammenhang mit der Einführung der Doppik veranlassen", erklärt Reier. Die Umstellung werde die Mitarbeiter neben dem laufenden Verwaltungsbetrieb zusätzlich in Anspruch nehmen, so der Plauer Bürgermeister. Ziel der Doppik solle zwar eine bessere Darstellung des Vermögens der Kommunen und des nachhaltigen Umgangs damit sein. "Was in dem Rahmen aber zu beanstanden ist, ist die Widersprüchlichkeit der Situationen der Kommunen. Der Städte- und Gemeindetag kritisiert über Jahre die Organisation der Finanzierung der Städte und Gemeinden, da immer mehr Gemeinden in eine defizitäre Haushaltslage geraten", sagt Reier. Dennoch bleibe die Frage der aufgabengerechten Finanzierung von Verwaltungsarbeit weiter ungeklärt. "Kommunale Selbstverwaltung wird durch finanzielles Ausbluten und gesetzliche Veränderung immer mehr unterwandert", moniert Reier. Weitere Einschränkungen sieht Reier im Entwurf der neuen Kommunalverfassung. "Im Paragraph 59 soll eine Anzeigepflicht gegenüber der Rechstaufsichtsbehörde für langfristige Verträge eingeführt werden, die bis zu zwei Monaten Prüfungszeit ausgedehnt werden soll", sagt Reier. Dies betreffe unter anderem Arbeitsverträge und Auftragsvergaben. Dadurch werde die Unbeweglichkeit kommunaler Verwaltung zunehmen, erklärt Reier. Er hat deshalb die Mitglieder des Plauer Amtsausschusses dazu angeregt, sich an die Landtagsabgeordneten zu wenden, um dieser Neuregelung entgegen zu wirken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen