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25. September 2017 | 01:01 Uhr

Sturmböen legen Straßenverkehr lahm

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jun.2010 | 05:46 Uhr

Plau/Ganzlin/Retzow | Orkanartige Sturmböen sorgten gestern Vormittag für einen Großeinsatz der Feuerwehren im Raum Plau - Ganzlin - Retzow. Außerdem waren zeitweise die Bundesstraße B 103 sowie mehrere Kreis- und sonstige Straßen nicht passierbar.

Gegen 9.25 Uhr werden die ersten Wehren alarmiert. Mehr als 60 Kameraden von neun Freiwilligen Feuerwehren sind zwischen Wendisch Priborn, Retzow und Ganzlin im Einsatz. Auf der B 103 rollt kein Auto mehr. Zwischen Ganzlin und Meyenburg sind Dutzende Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. "Hier können wir nur schnell die Fahrbahn beräumen, mehr ist nicht drin", sagt Plaus Wehrführer Roland Tackmann. So werden die Bäume in große Stücke zerteilt, an den Fahrbahnrand gerollt und ab gehts zum nächsten Einsatz. "Den Rest müssen die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei erledigen", so Tackmann. Dann fahren sie zu den Kameraden nach Retzow. Die brauchen Hilfe, denn hier steht fast kein Baum mehr, der nicht von Sturmschäden betroffen ist. Was nicht aus dem Boden gerissen wurde, ist in der Höhe geknickt und bedroht die darunter fahrenden Autos. So auch in der Verbindungsstraße zwischen der Ganzliner Straße und Hof Retzow. Die Plauer Kameraden wollen sich durchkämmen. Doch das Vorhaben wird schnell aufgegeben. Zu viele große, schwergewichtige Äste haben sich in den Baumkronen verhakt und drohen, auf die Fahrbahn zu stürzen. "So wichtig ist diese Straße nicht, die lassen wir sperren. Das ist für uns einfach zu viel, das können wir nicht schaffen", entscheidet Tackmann.

In Retzow hat zum Glück niemand Schutz in der Bushaltestelle an der Gaststätte "Erbkrug" Schutz gesucht, denn die daneben stehende, dicke Linde wurde samt Wurzelwerk aus dem Boden gerissen und ist auf das Wartehäuschen gestürzt. Mehrere Wehren sind hier im Einsatz, vor allem die Verbindungsstraße nach Hof Retzow muss freigeräumt werden. Auch hier ist fast jeder zweite Straßenbaum ein Opfer des Sturmes geworden. Auch Freileitungen werden durch die fallenden Bäume niedergerissen. Der Feuerwehr kommen viele Helfer mit Maschinen aus den Orten zu Hilfe. Mit Radladern werden die tonnenschweren Bäume von der Fahrbahn geschoben. Im Revier des Forstamtes Retzow sind mehrere Tausend Festmeter Holz betroffen. "Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden, sie ist aber sehr hoch, zumal das Holz nun nur noch minderwertigen ist", so Forstamtsleiter Wolfgang Starke. Sämtliche verfügbaren Mitarbeiter und entsprechende Technik ist im Einsatz, um Straßen und Wege frei zu bekommen. Entschärft hat es auch viele Eichen entlang der Straße zwischen Vietlübbe und Retzow. Die Bäume kippten jedoch zur Ackerseite, sodass die Feuerwehr nicht weiter eingreifen musste.

Laut Polizei sind bis zum Nachmittag keine Personenschäden gemeldet worden. Es blieb bei den umgestürzten Bäumen und abgedeckten Häusern.

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