zur Navigation springen

Ex-Champion Sebastian Sylvester : Stürmt der Hurrikan noch einmal los?

vom

Macht er weiter oder hört er auf? Auch knapp fünf Monate nach seiner Niederlage im EM-Kampf gegen den Polen Grzegorz Proksa ist diese Frage für den früheren IBF-Weltmeister Sebastian Sylvester noch nicht entschieden.

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2012 | 06:28 Uhr

Schwerin | Macht er weiter oder hört er doch auf? Auch knapp fünf Monate nach seiner Niederlage vom 1. Oktober 2011 im Kampf um den seinerzeit vakanten EM-Gürtel gegen den Polen Grzegorz Proksa ist diese Frage für den früheren IBF-Weltmeister der Profiboxer, Sebastian Sylvester, noch nicht entschieden. Ende dieser Woche will sich der Greifswalder mit den Bossen des Sauerland-Stalls endlich zu dem schon für Anfang Januar vorgesehenen Gespräch treffen. Ob dabei allerdings eine endgültige Weichenstellung erfolgt, ist ungewiss.

"Für mich ist der 7. März entscheidend", sagt der Ex-Weltmeister selbst. An dem Tag hat der Australier Daniel Geale, der Sylvester am 7. Mai 2011 in Neubrandenburg mit 2:1-Richterstimmen den WM-Gürtel der IBF abnahm, eine WM-Pflichtverteidigung gegen den Ghanaer Osumano Adama vor der Brust. "Sollte er die gewinnen, dann hoffe ich darauf, dass er mich für die nächste freiwillige Titelverteidigung als Herausforderer akzeptiert und es damit zu einem Rematch kommt", erläutert Sylvester. Für diese Aufgabe könnte er sich noch einmal motivieren. "Aber nur dafür. Alles andere reizt mich nicht mehr. Ich war mehr als eineinhalb Jahre lang Weltmeister, war Europameister und habe damit alles erreicht, was ich erreichen konnte. Ich habe jetzt mehr zu verlieren als zu gewinnen. Abgesehen halt von einem Kampf gegen Geale."

Sollte es dazu nicht mehr kommen, hat der Sauerland-Stall schon vor längerem avisiert, auf jeden Fall mit Sylvester weiterarbeiten zu wollen. Sei es als Trainer oder auch im Management des Profi-Boxstalls. "Da gibt es so einige Aufgaben, die mich reizen könnten", sagt der 31-Jährige. "So wurde mir zum Beispiel angeboten, an den Kampfabenden die Sponsoren zu betreuen, ihnen boxerische Aspekte ebenso zu erklären wie das ganze Drumherum im Profiboxen. Das würde mir schon Spaß machen."

Für alle Fälle hat der stets als ungemein fleißiger Musterprofi geltende Vorpommer, der von seinen 40 Profikämpfen 34 gewann, fünf verlor und einmal remis boxte, schon einmal selbst die Initiative ergriffen. An der Sportschule des LSB Mecklenburg-Vorpommerns in Güstrow (Sylvester: "Sozusagen bei mir zu Hause, denn dort war ich häufig in den Vorbereitungslagern auf meine Kämpfe zu Gast.") baut er gerade seinen C-Trainerschein. Fünf Wochenend-Lehrgänge und eine Prüfung im Mai sind dafür notwendig. Das erste Wochenende hat er gerade hinter sich gebracht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen