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Stress am Arbeitsplatz: Immer mehr psychische Erkrankungen

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erstellt am 18.Aug.2010 | 03:58 Uhr

Dauerhafter Stress am Arbeitsplatz führt zu immer mehr psychischen Erkrankungen. „Auf Job-Angst, Arbeitsverdichtung und wachsenden Konkurrenzdruck reagieren offenbar immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen“, unterstrich Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK in einer Mitteilung vom Mittwoch. Wer allerdings mit fachlicher Unterstützung lerne, mit chronischem Stress angemessen umzugehen, sei besser geschützt.

Psychische Krankheiten sind laut DAK besonders in den Metropolen auf dem Vormarsch: So seien im vergangenen Jahr Berlin und Hamburg Spitzenreiter mit jeweils 179 Fehltagen pro 100 Versicherte gewesen.

Im Bundesdurchschnitt habe es 134 Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen gegeben. Meiners meinte aber auch: „Angebot schafft Nachfrage. In großen Städten gibt es mehr Behandlungsmöglichkeiten als in ländlichen Gebieten.“ Außerdem seien in Metropolen psychische Erkrankungen weniger ein Tabu.

Dem steht entgegen, dass das ländliche Mecklenburg-Vorpommern mit 130 Krankheitstagen gleichauf mit Niedersachsen auf Platz 10 liegt und damit an der Spitze der neuen Bundesländer. Sachsen und Brandenburg verzeichneten 126, Thüringen 119 Krankentage. Die mit Abstand wenigsten Ausfalltage hatte Sachsen-Anhalt mit 106.

Der DAK-Gesundheitsreport ergab zudem: Beschäftigte im Gesundheitswesen liegen bei psychischen Krankheiten mit 210 Fehltagen pro 100 Versicherte vorne. „Die besonderen Stress-Belastungen im Gesundheitswesen hinterlassen ihre Spuren“, sagte Meiners. Laut Report folgt danach die öffentliche Verwaltung mit 171 Tagen. Unter dem Bundesdurchschnitt von 134 Tagen lagen Bildung/Kultur/Medien mit 130 Tagen, der Handel (114) und die Rechtsberatung (102).

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