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Galliner Werk produziert mit Laser : Strahlkraft in 3D

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Heute lasern sie Federungen für Rolls Royce, morgen Ölwannen für Audi. Die Bandbreite der Produkte der LaserTeam GmbH ist groß. "Wir müssen ständig umdenken", so Geschäftsführer Härtel.

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erstellt am 11.Mär.2011 | 10:27 Uhr

Heute lasern sie Federungen für Rolls Royce, morgen Ölwannen für Audi und übermorgen kleine handliche Gurtstraffer. Die Bandbreite der Produkte der LaserTeam GmbH ist groß. "Wir müssen ständig umdenken", sagt Geschäftsführer Frank Härtel. "Keine Maschine ist auf ein Produkt spezialisiert." Sein Mitarbeiter Kai Büchner, der gerade mit dem Laser kleine Tackerhüllen bearbeitet, hat vor zwei Wochen noch tellergroße Edelstahlhälften zu Abdeckschwimmern zusammengeschweißt. Die sind längst verladen und auf dem Weg nach Südafrika, wo sie bald in Öltanks schwimmen und verhindern sollen, dass bei der Hitze Benzin und Alkohol entweicht.

Gegründet hat sich das Unternehmen vor elf Jahren in Büchen. "Wir waren damals zu dritt und standen alle selbst an den Maschinen", erinnert sich Geschäftsführer Härtel. Heute beschäftigt die Firma 15 Vollzeitkräfte, vier Teilzeitkräfte und einen Auszubildenden. Produziert wird nicht mehr im holsteinischen Büchen, sondern auf einer dreimal so großen Fläche im mecklenburgischen Gallin. Die Firma gehört zu den ganz wenigen Laserschweißbetrieben in Norddeutschland. Härtel schätzt die Zahl auf "nicht mehr als eine Hand voll."

3,5 Millionen Euro hat die Firma in die hochmoderne Technik investiert. Die Laser-Anlagen schweißen nicht nur, sie schneiden, bohren und reparieren. Und das blitzschnell, präzise und ohne viel Verschleiß. "Wofür man mit konventionellem Schweißverfahren acht Minuten benötigt, das schafft der Laserschweißer in nur zehn Sekunden", erklärt Frank Härtel. Der kleine Nachteil: "Passen die Teile nicht millimetergenau aufeinander, dann fällt der Laserstrahl durch. Deshalb muss die Naht aufwändiger vorbereitet werden."

40 Prozent des Umsatzes macht das Unternehmen beim Fertigen von Teilen für den Anlagenbau. Ventile, Schutzabdeckungen, Rohre, Filtersysteme... "Wir schneiden auch in 3-D", sagt Härtel. Das Verfahren ermögliche gradfreie Kantenqualität. "Wir können damit die noch so kleinsten Konturen schneiden ohne das Material thermisch stark zu beanspruchen." Bearbeitet werden Stahl, Edelstahl, Aluminium, Titan und neuerdings auch Quarzglas.

Anfang April präsentiert sich das kleine Unternehmen erstmals auf der Hannover Messe. In Halle 3, am Stand E 41 zeigen die beiden Geschäftsführer Produkte, einige Schneid- und Schweißteile werden extra für die Messe angefertigt. Härtel erhofft sich von dem Auftritt einen größeren Bekanntheitsgrad und den einen oder anderen Neukunden. "Mit den ersten Interessenten haben wir schon Gesprächstermine am Stand vereinbart."

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