Stopp für Krachmacher - Polizei kontrollierte Biker, legte Maschinen an Ort und Stelle still

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31. August 2008, 09:23 Uhr

Kavelmoor - „Es reicht!“, sagt Günther Bürckner, der Leiter des Polizeireviers Ludwigslust. Beschwerden von Bürgern, die sich durch zu laute Bikes gestört fühlten, häuften sich, sagt er. Zum anderen hat der gestandene Polizeibeamte schreckliche Bilder von bei Unfällen getöteten Motorradfahrern vor sich. „Wenn ich noch an den einen bei Kremmin denke! Als der an den Baum gefahren war, ist die Maschine noch 80 Meter weit durch den Wald geflogen“, erinnert sich Bürckner.

Die Polizei will mit dem Image aufräumen, Mecklenburg-Vorpommern sei ein Eldorado für Biker, die hier nichts zu befürchten hätten, weil die Polizei nicht wisse, wonach sie am Motorrad zu suchen habe.
Um den Respekt aufzupolieren, haben die Beamten sich von einem Fachmann schulen lassen und an diesem Nachmittag mit Joachim Grund von der Fahrzeug-Sicherheits-Prüfung FSP einen Fachmann an ihrer Seite.

Gleich der erste Kontrollierte hat offensichtlich etwas zu verbergen. Als Polizeibeamtin Stephanie Naedler ihn anhält, wendet er schnell und versucht zu fliehen. Es bleibt beim Versuch, denn ihr Kollege Ottmar Saffan hat das Fernglas schon oben und sich das Kennzeichen gemerkt: Missachtung polizeilicher Weisungen bedeutet Bußgeld und unangenehme Fragen.

Dann fahren die Maschinen an die Seite. Schnell stellt sich heraus: Viele sind zu laut. Wer den Dezibel-Killer nicht wieder anschrauben kann, muss zu Fuß gehen. „Wir legen dann die Maschine still, es erlischt die Betriebserlaubnis“, erklärt Günther Bürckner.

Zwei junge Männer aus der Region haben das Problem an diesem Nachmittag. Aber es gibt auch schöne Biker-Geschichten, die die Beamten erfahren, wie die von Uwe Karnop (74) aus Krenzliner Hütte, der mit seiner Honda gerade Silberhochzeit feierte, er hat sie 25 Jahre. Die Polizei wird ihre Kontrollen der Biker auf jeden Fall fortsetzen.

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