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Parchimer Werkzeugbau : Stolz auf ihren Beruf

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Eine Ausbildungszeit von 182 Wochen brauchten Florian Schumpa und Fabian Meyer, bis sie am Montagvormittag ihre Prüfungszeugnisse als Werkzeugmechaniker in ihren Händen hielten.

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erstellt am 03.Mär.2011 | 11:40 Uhr

Eine Ausbildungszeit von 182 Wochen brauchten Florian Schumpa und Fabian Meyer, bis sie am Montagvormittag ihr e Prüfungszeugnisse als Werkzeugmechaniker in ihren Händen hielten.

Fabian Meyer (20) hat sich mit hoher Punktzahl und seiner guten Gesamtnote eine Einladung der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin (IHK) ergattert, bei der die landesbesten Gesellen vorgestellt werden. Erodieren nennt sich seine Lieblingstätigkeit. Bei diesem Verfahren formt ein Draht aus einem metallenen Rohling hochkomplexe Konturen heraus, bis sie exakt mit der in der Konstruktionszeichnung festgelegten Bauform übereinstimmen: "Das ist viel spannender als reiner Maschineneinrichter zu sein", erklärte Meyer bei der Zeugnisübergabe.

Auch Florian Schumpa (20) erzielte ein solides Prüfungsergebnis. Er arbeitet am liebsten an so genannten CNC-Maschinen, mit deren Hilfe sich hochpräzise Bauteile fabrizieren lassen.

"Mit ihrer Qualifikation können sie sich europaweit brüsten", ermunterte Hans-Jürgen Tiedtke von der Prüfungskommission der IHK die beiden frischgebackenen Gesellen dazu, ruhig etwas stolz auf ihren niveauvollen Beruf zu sein. Kommissionskollege Edmund Lange spornte das Duo an, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern sich berufsbegleitend ständig weiterzubilden. Lange freute sich besonders darüber, dass die beiden Gesellen auch bei "Wirtschaft & Soziales" passable Leistungen zeigten, "geht dieser Bereich doch mit immerhin 20 Prozent in das Prüfungsergebnis ein".

"Wir haben uns zwei gute Praktiker an Land gezogen", freute sich Roland Opitz als Geschäftsführer der HNP Werkzeugbau GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der Hydraulik-Nord GmbH, und sicherte beiden Gesellen die Weiterbeschäftigung zu: "Um zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir frisches Blut" . Wie bestellt, kamen während der Zeugnisübergabe die IHK-Gesellenbriefe ins Haus. Geschäftsführer Opitz legte gleich die beiden Arbeitsverträge dazu. Der HNP-Werkzeugbau sucht derzeit noch nach Bewerbern, die dann ab September die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolvieren wollen - und können: "Nicht jeder Kandidat ist ausreichend qualifiziert", mahnt Geschäftsführer Opitz gute Schulleistungen in Mathematik und Geometrie an: "Auch räumliches Vorstellungsvermögen sollte vorhanden sein." Wenn die Qualität der Bewerber stimme, so Opitz, sei er bereit, zwei Schulabsolventen einen Ausbildungsvertrag zu bieten: "Werkzeugmechaniker haben gute Berufsaussichten."

Wohin das bereits in jungen Jahren führen kann, verdeutlichte Christian Ahrens (25) als Betriebsleiter beim HNP-Werkzeugbau: Er hatte seine Ausbildung dort mit einem derart guten Leistungsbild abgeschlossen, dass ihm die IHK ein Stipendium zur Meisterprüfung spendierte.

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