Vier Selbstanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern : Steuersünder zahlen eine Million nach

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Steuersünder in MV decken ihre Schwarzkonten auf: Der erneute Ankauf einer Schweizer Daten-CD hat auch in MV Steuerhinterzieher aufschrecken lassen. Seit Juni gingen bei den Finanzbehörden vier Selbstanzeigen ein.

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10. August 2012, 08:14 Uhr

Schwerin | Steuersünder in MV decken ihre Schwarzkonten auf: Der erneute Ankauf einer Schweizer Daten-CD hat auch in MV Steuerhinterzieher aufschrecken lassen. Seit Juni gingen bei den Finanzbehörden vier Selbstanzeigen ein, bestätigte das Finanzministerium gestern in Schwerin. Seit 2010 hätten sich 20 Steuersünder gemeldet. Das habe zu geschätzten Steuermehreinnahmen von 1,1 Millionen Euro geführt. Zum Vergleich: Die nachträglich gezahlten Abgaben würden reichen, um einen Tag die Zinszahlungen für die Schulden des Landes zu begleichen.

Der Daten-Deal bringt im gesamten Norden die Steuersünder in Unruhe. Insgesamt habe es in Hamburg, Schlesig-Holstein und MV binnen eines Monats 28 Selbstanzeigen gegeben, teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gestern mit. Die Gewerkschaften rechnen mit Mehreinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. DGB-Landeschef Uwe Polkaehn forderte die Landesregierungen des Nordens auf, den Ankauf von weiteren Datensätzen zu unterstützen und die Zahl der Steuerprüfer deutlich aufzustocken: "Der Ankauf von Steuersünder-Dateien ist ein geeigneter Weg, die öffentlichen Einnahmen zu stärken." Es sei "ein Gebot der Gerechtigkeit, dass Superreiche, die ihren Reichtum als Schwarzgeld ins Ausland transferieren, viel stärker auf den Radarschirm der Finanzbehörden kommen."

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