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Biopark in Güstrow : Steigende Nachfrage bei Bio-Produkten

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Bio-Bauern aus der Region verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Bio-Produkten. "Bei uns läuft der Absatz schon seit vier Jahren sehr gut", sagt Micklich, Geschäftsführerin des Vereins Biopark in Güstrow.

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erstellt am 27.Jan.2011 | 12:03 Uhr

Der die Anliegen seiner Mitglieder - Bio-Landwirte - in der Öffentlichkeit vertritt.

Ingo Sander, Bio-Bauer aus Tarnow, hat sich hingegen auf Bio-Öle und Ölsaat spezialisiert. Auch er stellt eine höhere Nachfrage nach seinen Produkten fest. "In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Absatz verdoppelt", sagt der Bio-Bauer. Er verschickt seine Produkte deutschlandweit und hat sogar in der Schweiz und Österreich Kunden. "Seit einigen Monaten kaufen verstärkt Menschen aus der näheren Umgebung die Öle", erzählt Sander.

Ein größeres Interesse an Bio-Produkten registriert auch Ute Zorbas, Inhaberin des Güstrower Bio-Ladens "Himmel und Erde". "Im Laufe der Jahre gab es einen starken Zuwachs, sodass wir unsere Räume vergrößern mussten", berichtet Zorbas. Seit Anfang Januar - sicherlich auch im Zuge des Dioxinskandals - kaufen die Leute bei ihr vor allem wesentlich mehr Eier und Hühnerfleisch.

Der Absatz von Eiern ist auch bei den Mitgliedern von Biopark gestiegen. "Die Nachfrage ist deutlich höher als das Angebot", schätzt Delia Micklich ein. Doch die Erzeuger könnten nur das liefern, was die Hühner produzieren, fügt sie hinzu.

Die Bio-Laden-Inhaberin Ute Zorbas sieht noch einen anderen Grund für die gestiegene Nachfrage. "Viele Menschen nehmen sich zu Beginn des Jahres vor, sich gesünder zu ernähren oder sie wollen abnehmen", denkt sie.

Für Ulrich Damm, der eine Gärtnerei in Kölln betreibt, hat der Bio-Boom noch eine andere Ursache: die "gute Stimmung" in der Bevölkerung, wie er sagt. Denn nur, wer es sich leisten könne und wolle, greife zu Produkten aus ökologischem Anbau. In der Frühjahr- und Sommersaison hat er in seiner Gärtnerei alle Hände voll zu tun. "Ich kann kaum genug anbauen", sagt Damm, bei dem unter andrem Salate, Tomaten und Kräuter gedeihen. Damit der Absatz auch im Winter gut läuft, will der Ökolandwirt sein Sortiment mit Wintergemüse wie Rote Beete, Möhren oder Sellerie erweitern.

Auch der Tarnower Bio-Bauer Ingo Sander baut sich neben dem Öl-Verkauf ein weiteres Standbein auf. "Ich züchte derzeit eine kleine Mutterkuhherde", sagt Sander. Doch mit dem Fleischverkauf dauere es noch einige Jahre. Ingo Sander hofft, dass in der kleinen Herde der Rasse Angus dieses Jahr die ersten Kälber geboren werden. Der Landwirt will zur gegebenen Zeit das Fleisch an Kunden aus der Region verkaufen.

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