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Parchimer Chris Martin sucht neue Herausforderung : Start bei Ironman-Europameisterschaft

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Der Parchimer Ausdauersportler Chris Martin hat in den letzten Monaten viel Zeit investiert, um seinen Traum wahr zu machen: Einen erfolgreichen Start beim Ironman in Frankfurt.

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erstellt am 22.Jul.2011 | 08:30 Uhr

Der Parchimer Ausdauersportler Chris Martin hat in den vergangenen Monaten viel Zeit und Kraft investiert, um seinen Traum wahr zu machen: Einen erfolgreichen Start beim Ironman in Frankfurt, der Europameisterschaft des härtesten Triathlons. Am Sonntag um 7 Uhr geht der Parchimer zuerst auf die 3,8-Kilometer-Schwimmdistanz im Langener Waldsee, dann steigt das Teilnehmerfeld aufs Rad um und absolviert 180 Kilometer rund um die Main-Metropole und abschließend steht der Marathon (42,195 km) entlang des Main-Ufers auf dem Programm.

"Meine Vorbereitung läuft seit zwei Jahren", erklärt Chris Martin. In dieser Zeit hat er sich bei vielen Wettkämpfen, meist auf kürzeren Distanzen, auf den großen Start vorbereitet. Seit November des vergangenen Jahres lief die unmittelbare Vorbereitung, bei der im Training die Grundlagen für längere Distanzen geschaffen wurden. "Ich denke, jetzt bin ich so weit. Ich habe ein gutes Gefühl", ist der Athlet optimistisch. Sein Ziel steh auch fest: "Ich will gut durchkommen und möglichst unter elf Stunden finishen". In den vergangenen acht Monaten absolvierte der Parchimer insgesamt 170,4 km im Wasser, 5848 km mit dem Rennrad und 1125 km zu Fuß. Dazu kommen noch rund 30 Stunden Kraft- und Zirkeltraining.

Im Februar/März diesen Jahres war ein Trainingslager auf Mallorca in die Vorbereitung eingebettet. Seit dieser Zeit betrug der wöchentliche Trainingsumfang ca. 15 bis 16 Stunden. "Der erfahrene Triathlet-Coach Peter Holy aus Kaiserslautern hat mich in der Schlussphase der Vorbereitung sehr unterstützt", erklärt Chris Martin. Denn von ihm kommen die speziell auf den Parchimer zugeschnittenen Trainingspläne. Kennen gelernt haben sich die beiden im Trainingslager.

Den letzten Test unter Wettkampfbedingungen absolvierte Martin Anfang Juni in Hamburg bei einem Triathlon der Mittel-Distanz, dass heißt: zwei Kilometer Schwimmen, 83 Kilometer Rad fahren und 20 Kilometer Laufen. "Dort habe ich mit 4:40 Stunden meine bisherige Bestzeit auf dieser Strecke erreicht", ist der Parchimer, trotz eines mulmigen Gefühls vor der großen Distanz, zuversichtlich, dass er den Sonntag durch steht. Teilnahmen am Dammer Eldelauf im März, am Post-Telekom-Lauf im April mit persönlicher Bestzeit über 15 Kilometer und am Osterduathlon in Greifswald (10 km Laufen - 60 km Rad fahren - 10 km Laufen), der einen dritten Platz einbrachte, vervollständigen sein Vorbereitungsprogramm.

Am Sonntag werden rund 2300 Teilnehmer in Frankfurt an den Start gehen, in der Altersklasse 35 bis 40 Jahre ist der Parchimer dabei. In dem Feld sollte auch der zweifache Weltmeister Michael Raelert starten, aber der sagte kurzfristig wegen einer Verletzung ab. Chris Martin war im vergangenes Jahr beim Ironman zusammen mit dem Rostocker als Zuschauer in Frankfurt an der Strecke.

Die lange Vorbereitungszeit und das intensive Training haben natürlich auch Spuren in der Familie hinterlassen. "Ohne die Unterstützung meiner Frau Andrea und meiner Eltern, die mich stets unterstützten und mir einige Arbeit von den Schultern genommen haben, wäre mein Start in Frankfurt nicht möglich gewesen", so der Parchimer. Außerdem hatte Chris Martin mit Jens Boriczka einen verlässlichen Trainingspartner für die langen Radtouren sowie technische Beratung zum "Hightech-Drahtesel" an seiner Seite.

Ironman Europameisterschaft Am 24. Juli 2011 um 6.45 Uhr ( die Profis starten 15 Minuten vor den Amateuren) fällt der Startschuss zur Jubiläumsveranstaltung der Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship. Auch in der zehnten Auflage werden wieder über 2300 Athleten aus 55 Nationen an der Startlinie stehen, um ihren persönlichen "längsten Tag des Jahres" zu erleben. Es gilt, 3,8 km zu schwimmen, 180 km Rad zu fahren und 42,2 km zu laufen, bevor die Ziellinie auf dem Frankfurter Römerberg überquert werden darf. Neben den zahlreichen Amateur-Athleten haben sich so viele Profi-Athleten wie nie zuvor für den Kampf um die Europameisterschaft angekündigt. (www.ironman.de)

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