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Staatliches Forstamt Ludwigslust in Kremmin : Stammholz bleibt im eigenen Land

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Holz als Rohstoff für gewerbliche Nutzung oder um es als Brennholz zu verheizen, führte im staatlichen Forstamt Ludwigslust in Kremmin im letzten Jahr zu einem Einschlag von knapp 27 800 Festmetern.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2011 | 10:06 Uhr

Aus den Wäldern im Besitz des staatlichen Forstamtes Conow mit Sitz in Kaliß verließen über 27 000 Festmeter, vorwiegend Nadelholz, das Forstgebiet für diese Zwecke. Beide Forstämter liefern die größten Mengen des Rohstoffes Holz im Landkreis Ludwigslust.

"Die Holzernte läuft in den staatlichen Forsten ganzjährig. Im Bereich der Conower Forst wird fast zu 100 Prozent Nadelholz eingeschlagen, wobei der Brotbaum die Kiefer ist", informiert Holzvermarkter Jörg Dechow. "Das wertvollere Stammholz bleibt komplett im eigenen Lande. Die Großabnehmer dafür sitzen in Hagenow und Wismar. Für kürzere Längen, das so genannte Industrieholz, finden sich regionale und überregionale Abnehmer, zumeist Spanplattenwerke."

Gefährlich für die Wälder sei das rasante Vordringen des Nonnenfalters, dessen Larvenvorkommen ebenso akribisch beobachtet und bekämpft werde, wie das Vermehren des Kiefernspanners. Eine weitere Bedrohung im Wald sei der auch für Menschen nur durch Berühren gefährliche Eichenprozessionsspinner. Das Auftreten dieser Raupe ist meldepflichtig. Eschen würden derzeit durch einen Pilz arg dezimiert, der sämtliche Triebe am Baum absterben lasse, informierte Forstamtsleiter Reginald Rink aus Conow.

Die Preise bleiben stabil, schätzt Dechow den Markt ein. Doch die Holzvermarkter der Forstämter müssen die Entwicklung täglich im Auge behalten. Zentral erhalten die Disponenten ihre Bandbreiten von der Landesforstanstalt. Aktuell liege der Preis je Raummeter bei zehn Euro für Nadel- und Weichholz sowie 14 Euro für Hartholz.

Die Disponenten wissen von der körperlich schweren und gefährlichen Arbeit der Männer, die täglich in den Wäldern für Nachschub sorgen. Gestern fällten und entästeten die Forstarbeiter Harald Kirscher, Reinhard Lüth und Arno Böse Baum um Baum im Jagen 2053 am Alten Postweg nahe Heidhof im Amt Dömitz-Malliß. Das Stammholz wurde anschließend mit einem Spezialfahrzeug aufgeladen und zentral für den Abtransport gestapelt. Diese Holzarbeiten verrichten die Männer täglich, wissen um die Gefahren, sind vielfach geschützt.

"Das darf nicht anders ablaufen", warnt Dechow all die privaten Holzfäller, die selbst in Wälder der sechs Revierförstereien im Kreisgebiet ziehen, um Brennholz zu machen. "Oberstes Gebot ist, nie allein mit der Kettensäge in den Wald zur Holzernte zu gehen. Für die so genannte Selbstwerbung muss der private Holzfäller zudem eine bestimmte Schutzkleidung tragen. Dazu zählen Schutzhelm, Gesichts- und Gehörschutz, eine Schnittschutzhose samt Schutzhandschuhe sowie Stiefel oder Schuhwerk, das die allgemein geltenden Arbeitsschutzbestimmungen erfüllt."

Auch für den Umgang mit der Kettensäge gelten strenge Vorschriften. Der korrekte Umgang mit einer Kettensäge muss mit einem im Land einheitlichen Nachweis erbracht werden. Die speziellen Lehrgänge bieten die Forstämter an. Dort erhalten die privaten Holzernter auch die Informationen, wo sie ihr Holz im Wald finden.

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