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23. November 2017 | 04:57 Uhr

Stall in Flammen

vom

Ein Schaden von mehreren zehntausend Euro ist in der Nacht zum Mittwoch bei einem Brand in Schönberg entstanden. Mehr als 70 Feuerwehrleute kämpften zwölf Stunden gegen die Flammen. Das Feuer war in einer Schweinemastanlage an der Rottensdorfer Straße ausgebrochen.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2008 | 06:22 Uhr

Schönberg - Durch die Flammen wurden 800 eingelagerte Strohballen vernichtet und ein Traktor zerstört. Die mehr als 500 Schweine waren nicht in Gefahr, da sie im hinteren Teil des Gebäudes gehalten werden, vom Brandort getrennt durch zwei Feuerschutzwände. Als Schönberger Feuerwehrleute in der Rottensdorfer Straße ankamen, brannten der Dachstuhl und das Wellasbestdach der Lagerhalle lichterloh. In diesem Moment sei sogar kurz überlegt worden, ob die 500 Schweine frei gelassen werden, sagt ein Feuerwehrmann. Doch Balken und Dachplatten stürzten u so schnell ein, dass sich die Flammen anschließend in Grenzen hielten. Das Feuer auszubekommen, war aber fast unmöglich, sagt Einsatzleiter Matthias Arndt. Deshalb rief er das Technische Hilfswerk zur Hilfe. Mit einem speziellen Radlader rückten die THW-Leute an, um Strohballen aus dem Gebäude zu holen. Zuvor mussten sogar Wände nieder gerissen werden. Auch für Einsatzleiter Matthias Arndt und weitere Schönberger Feuerwehrleute war es ein Marathoneinsatz. Sie waren stundenlang auf den Beinen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers schließt die Kriminalpolizei Brandstiftung nicht aus. Es werde auch untersucht, ob es möglicherweise einen technischen Defekt gab. Wo genau das Feuer ausgebrochen ist und welche Hinweise es zum Brandherd gibt, sollen Brandermittler herausfinden.
Die Schweinemastanlage ist nicht nur den unmittelbar betroffenen Anwohnern ein Dorn im Auge. Auch die Stadt will sie weghaben. Sie wird nämlich zunehmend zu einem Problem. Für Interessenten des Gewerbegebietes Sabower Höhe, dass unmittelbar an die Schweinmastanlage grenzt, ist sie ein echtes Ansiedlungshemmnis. Das ist bei Gesprächen zwischen dem australischen Investor Goodman, der zurzeit eine Logistikhalle baut, und der Stadt deutlich geworden.

Ein Teil des Gewerbegebietes kann zudem nicht von Firmen besiedelt werden, weil die Schweinemastanlage nicht weit genug entfernt ist. Deshalb hat die Stadt großes Interesse, dass die Anlage möglichst bald verschwindet. Die Anlage schreckt nämlich nicht nur Interessenten für Gewerbeflächen ab – sie ist auch ein Hindernis für die Wohnungsentwicklung in Schönberg. Gegenüber eines benachbarten Wohngebietes gibt es noch freie Flächen für ein neues Baugebiet. Häuser dürfen dort aber noch nicht gebaut werden, weil die Geruchsbelästigung durch die Schweinemastanlage zu groß ist.

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