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Kaninchenwerder wieder auf dem Weg zum Naherholungsgebiet : Stadt will Inselhafen übernehmen

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Die zur Buga angestoßene Debatte über die Zukunft Kaninchenwerders trägt Früchte. Nun wird das Nutzungskonzept umgesetzt und die Insel wieder zu einem touristischen Anziehungspunkt.

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erstellt am 27.Jul.2011 | 11:19 Uhr

Die zur Buga angestoßene Debatte über die Zukunft Kaninchenwerders trägt Früchte. Schritt für Schritt wird das gemeinsam erarbeitete Nutzungskonzept umgesetzt und die Insel wieder zu einem touristischen Anziehungspunkt als naturbelassenes Naherholungsgebiet entwickelt. So wurde in diesem Jahr der regelmäßige Gastro no mie betrieb wieder aufgenommen, die sanitären Anlagen sind komplett saniert und die Abwasserbeseitigung ist durch eine moderne Kläranlage gesichert. Der Aussichtsturm ist instand gesetzt, auf Anfrage werden Besucher durch die in ihm befindliche Ausstellung der Naturschutzstation geführt. Und auch für den letzten noch offenen Punkt im Nutzungskonzept zeichnet sich jetzt eine Lösung ab: Die Hafenanlage soll saniert werden.

Der Hintergrund: Jahrelang gab es Streit zwischen der Landeshauptstadt und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg um dieses Areal. Da der Schweriner See zum Netz der Bundeswasserstraßen gehört, hatte das Amt die Hoheit über den Hafen, die Stadt indes sollte die Verkehrssicherungspflicht für die bauliche Anlage übernehmen. Als 2009 ein großer Ast auf ein ankerndes Boot stürzte und es beschädigte, eskalierte der Streit, Lauenburg sperrte kurzerhand den Hafen der Insel. Der Stadt gelang es dann aber rasch, die Meinungsverschiedenheiten beizulegen, Weiße Flotte und Sportboote konnten wieder ungehindert die Insel ansteuern.

"Wir haben mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg dafür im vorigen Jahr eine Nutzungsverein barung geschlossen und die Sicherungspflicht übernommen, damit die Weiße Flotte und Freizeitkapitäne weiterhin dort anlegen können", erklärte der Leiter des städtischen Wirtschaftsamtes, Bernd Nottebaum. Die Stadt habe aber gleich noch nachgelegt, um langfristig eventuelle Meinungsverschiedenheiten auszuschließen und einen Kaufantrag beim Schifffahrtsamt eingereicht, um das Gelände in die eigenen Hände zu nehmen und mit Fördermitteln auf Vordermann zu bringen. "Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht und den Weg geebnet für eine umweltfreund liche touristische Nutzung der Insel", fasste Nottebaum zusammen.

Wenngleich derzeit noch nicht alles vertraglich geregelt ist, ist der Weg doch klar, die Grundvoraussetzungen für die Instandsetzung des kleinen Inselhafens werden geschaffen. Es geht dabei vor allem um die Sanierung der Einfassungen und Kaianlagen.

Für den Anleger der Weißen Flotte dagegen besteht kein Handlungsbedarf. "Der Steg ist völlig in Ordnung, alle unsere Schiffe können dort sicher anlegen", berichtet Andreas Rosin, Verkaufsleiter der Weißen Flotte. "Unser Fährbetrieb zur Insel verläuft sicher und regelmäßig von Dienstag bis Sonntag." Nur bei starkem Wind könne es zu Einschränkungen kommen. Für solche Situationen ist auch der Hafen wichtig, denn im Umfeld der Insel gibt es gefährliche Steine und Untiefen, Segler und Motorboote könnten den sicheren Ankerplatz nutzen.

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