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Rehna : Stadt plant Pufferspeicher für Regenwasser

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Platzregen, lang anhaltender Niederschlag - bei Szenarien dieser Art heißt es mancherorts Land unter in der Stadt Rehna. Ein Problem, mit dem sich der Bauausschuss jetzt befasste.

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2011 | 09:00 Uhr

Platzregen, lang anhaltender Niederschlag - bei Szenarien dieser Art heißt es mancherorts Land unter in der Stadt Rehna. Ein Problem, mit dem sich der Bauausschuss jetzt vor Ort an der Einmündung zwischen Mittelweg und Neuer Steinweg befasste. Dort hatten Eigenheimbauer moniert, dass ihre Grundstücke und damit die Eigenheime sich im Gefahrenbereich befinden. "Das Problem liegt auf der Hand. Zwischen den Regenwasserabflüssen Neuer Steinweg und Mittelweg gibt es keine Verbindung", sagt Heinrich Teegen. Folglich sprudelt das Wasser aus dem Regenwasserschacht und laufe anschließend in die Gärten bzw. über die asphaltierte Straße hinunter in Richtung der Eigenheimbaustellen.

Als Lösungsvariante verabredeten der Bauausschuss und das Bauamt einen Pufferspeicher in Form eines Sickerschachtes mit Schotter sowie einen Erdwall in Höhe des Baugebietes anzulegen. Teegen und weitere Ausschussmitglieder gehen davon aus, dass das Oberflächenwasser somit erst später auf die Radegastwiesen gelangt und das Baugebiet verschont. Da ein Neubau des Straßenabschnittes mit Regenwasserkanal nicht finanzierbar ist, gilt aus kommunaler Sicht die verabredete Maßnahme als unbürokratisch und zielführend.

Erheblichen Gesprächsbedarf gibt es aktuell im Milchsteig. Dort kritisieren Anwohner das jüngste Bauprojekt der Kirchgemeinde Rehna. Konkret geht es um einen Wildzaun zwischen den Ruhestätten und den Grundstücken an der Ostseite des Friedhofes. "Wir haben nichts gegen diesen Zaun, aber mit seinen teils 2,20 Meter Höhe fällt dieser doch sehr ins Gewicht", sagt Anwohner Andreas Poteradi. Er forderte mit Unterstützung von Nachbarn den Bauausschuss auf, das Zaunprojekt einer Prüfung zu unterziehen. Wünsche, wonach das Drahtgeflecht auf der Innenseite zum Friedhof hätte platziert werden sollen, wurden aus Bürgersicht nicht berücksichtigt. Aus Sicht von Poteradi gibt es Berührungspunkte: "Bislang haben die Grundstücksbesitzer die Pflege des Walls übernommen."

Nach Kenntnisstand von Heinrich Teegen ist die Errichtung des Zaunes eine Maßnahme, um gegen Wildverbiss auf den Grabstellen vorzugehen: "Wenn die Rehe regelmäßig die Stiefmütterchen aus dem Boden rupfen, sind die Familien nicht sehr erfreut darüber." Aber man wolle sich der Problematik annehmen und mit der Kirche ins Gespräch kommen.

Ob und wie sich Änderungen in Form einer Verlegung des Zaunes realisieren lassen, bleibt offen. Auf Anfrage der SVZ sagte gestern Pastor Andreas Ortlieb: "Mit der Wildzaun-Errichtung nehmen wir die Interessen hunderter Friedhofsnutzer ernst. Der Kirchgemeinderat ist erfreut, dass wir schnell reagieren konnten. Dabei sind wir den Anwohnern entgegen gekommen und haben den Wildzaun nicht auf die Grundstücksgrenze, sondern auf den Wall gesetzt. "

Ortlieb sieht Gesprächsmöglichkeiten. Dies allerdings unter Beachtung der Müllproblematik. So musste der Friedhofsgärtner in der Vergangenheit feststellen, dass Unrat und Rasenschnitt sich am Wall auftürmten.

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