Stadt Perleberg ermöglicht allen Kindern warmes Essen

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07. Mai 2008, 09:11 Uhr

Perleberg - Mit 94 000 Euro rechnet die Stadt, wenn sie allen Kindern einen Zuschuss zum Mittagessen gewährt, die einen Anspruch haben. Und das sind nach Schätzungen um die 450 Mädchen und Jungen in den Perleberger Einrichtungen. Exakte Zahlen liegen nur aus den Kitas vor, da hier bereits Einkommensnachweise vorzulegen sind, um entsprechend günstiger veranlagt zu werden.

Doch auch alle Hortkinder und Schüler der Grundschulen in Trägerschaft der Stadt sollen von dieser finanziellen Unterstützung partizipieren. Die Stadt beteiligt sich danach bis zu einem Satz von zwei Euro pro Essen zu 50 Prozent an den Kosten. Im Klartext: Bis maximal einen Euro schießt die Stadt zu und das erst einmal für ein Jahr.

Dann werde die Stadtverordnetenversammlung über eine Verlängerung beschließen müssen. Darauf einigte man sich auf der gemeinsamen Sitzung beider Ausschüsse am Dienstagabend. „Denn auch künftig muss es für die Stadt bezahlbar bleiben. Zudem sollte man auch erst über die Erfahrungen reden und nicht automatisch einfach verlängern“, gaben Rainer Pickert (CDU) und Wolfgang Schulz (SPD)zu bedenken.

Auch die anderen Fraktionen sprachen sich für eine solche Vorgehensweise aus. In Kraft treten soll diese Regelung, wird sie dann auch von der Stadtverordnetenversammlung bestätigt, mit dem neuen Schuljahr. Und Zugute kommt sie allen Kindern mit Hauptwohnsitz Perleberg, die eine der besagten Einrichtungen besuchen und laut monatlichem Familienarbeitseinkommen in Frage kämen bzw. deren Eltern Hilfe zum Unterhalt, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Der Zuschuss muss beantragt werden. „In den Schulen werde es entsprechende Anträge geben“, so Martin Sengebusch, Sachgebietsleiter Schule und Kultur. Plus Nachweis der staatlichen Hilfe bzw. Einkommensnachweise werde dann entschieden, ob ein Anspruch besteht. Der Bewilligungsbescheid der Stadt gilt für sechs Monate. Der Zuschuss wird nicht an die Eltern ausgezahlt. Entrichten diese ihren Anteil am Essengeld, übernimmt die Stadt die andere Hälfte, erläuterte Fred Fischer auf Nachfrage die Verfahrensweise.

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