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Stadt Gadebusch setzt auf die Kraft der Sterne

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erstellt am 22.Okt.2010 | 09:35 Uhr

Gadebusch | Nach dem Aus der klas sischen Glühlampen müssen sich Gadebuscher auf ein bis dato ungewohntes Bild während des Weihnachtsmarktes am 1. Advent einstellen. Erstmals seit Jahrzehnten werden keine Lichterketten mehr in der Innenstadt angebracht. Die Stadt will stattdessen auf die Leuchtkraft von LED-Sternen setzen - und auf Sponsoren. "Wir haben uns durch eine Fachfirma beraten lassen. Sie hat uns ein Stecksystem vorgeschlagen, das wir in diesem Jahr auch eingekauft haben. Aber aus finanziellen Gründen sind nur 20 Sterne möglich. Der Weihnachtsbaum braucht aber 45, um ihn vernünftig zu schmücken", sagt Wolfgang Woitag vom Amt Gadebusch. Er hofft nun auf Sponsoren, die den Kauf der fehlenden LED-Sterne ermöglichen. "Inzwischen haben uns Geschäftsleute und Unternehmen schon 16 gespendet. Aber es fehlen noch einige Sterne. Wir hoffen auf weitere Sterne-Sponsoren. Kinder sollen einen beleuchteten Weihnachtsbaum sehen, der ihre Augen glänzen lässt", so Woitag.

Billig ist der Kauf der Beleuchtung nicht. Pro Stern sind inklusive Verbindungskabel 93 Euro fällig. Im Gegenzug gibt es eine Spendenbescheinigung. Potentielle Sternespender können sich noch bis Ende Oktober bei der Stadt melden. Ansprechpartnerin ist Evelin Runge (Tel. 03886/2121-55).

Die bisher verwendeten Lichterketten hatten der Stadt immer wieder vor Probleme gestellt. Nahezu in jedem Jahr mussten Glühlampen gewechselt und Reparaturkosten gezahlt werden. Das soll der Vergangenheit angehören, wenn künftig LED-Sterne verwendet werden. Ein weiterer Vorteil: Sie sparen gegenüber herkömmlichen Lichterketten Stromkosten, wie die Deutsche Energie-Agentur (Dena) informierte. LED-Lampen sollen zudem rund 20-mal länger halten als herkömmliche Glühlampen. Hinzu komme, dass sich LED-Lampen weniger aufheizen, wodurch die Gefahr von Überhitzung und Bränden minimiert werde.

Der Abschied von der herkömmlichen Glühlampe a là Edison hatte im vergangenen Jahr begonnen. Matte "Birnen" und Lampen mit klarem Kolben höherer Leistungsstufen von über 75 Watt dürfen seit dem nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Das Gleiche gilt für Halogenglühlampen in Mattglasausführung und für Energiesparlampen mit geringer Effizienz. Im September dieses Jahres folgen laut Bundesumweltministerium Glüh- und Halogenlampen mit mehr als 60 Watt.

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