Gadebusch: Strukturveränderungen im Bereich der Volkshochschule : Stadt fürchtet Kürzungspläne

In Gadebusch ist die Volkshochschule mit einer eigenen Arbeitsstelle vertreten. Stadtvertreter fürchten  Kürzungen von materiellen und personellen Ressourcen. M. Schmidt
In Gadebusch ist die Volkshochschule mit einer eigenen Arbeitsstelle vertreten. Stadtvertreter fürchten Kürzungen von materiellen und personellen Ressourcen. M. Schmidt

Nach der Kreisgebietsreform bahnen sich nun auch mögliche Strukturveränderungen im Bereich der Volkshochschule in Nordwestmecklenburg an.

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17. Oktober 2011, 09:24 Uhr

Gadebuscher Stadtvertreter fürchten, dass es dabei zu Kürzungen von materiellen und personellen Ressourcen und somit zu Nachteilen für den Standort Gadebusch kommen könnte. Die Kommunalpolitiker gehen deshalb in die Offensive. Sie beauftragten Bürgermeister Ulrich Howest (SPD), sich für den Erhalt der jetzigen Arbeitsstelle der Kreisvolkshochschule bezüglich ihrer inhaltlichen Breite einzusetzen. Das beinhaltet auch die hinreichende materielle und personelle Absicherung der Arbeitsstelle vor Ort. Neben Howest sind auch weitere Kreistagsmitglieder aus Gadebusch dazu aufgerufen, für den Erhalt der VHS-Arbeitsstelle tätig zu werden.

Die Fraktion Bürgergemeinschaft Gadebusch (BGG) hatte den Antrag in die Stadtvertretung eingebracht. Wolfgang Joop begründete dies damit, dass eine neue Struktur der Kreisvolkshochschule in Nordwestmecklenburg zu erwarten sei. Er verwies u. a. auf eine Aussage von SPD-Landrätin in der SVZ vom 26. August dieses Jahres. Damals hatte Hesse zwar die Volkshochschule als maßgebliche Säule der Weiterbildung bezeichnet und betont, dass Gadebusch als Unterrichtsstandort gesetzt sei. Aus Sicht von Wolfgang Joop lässt dies allerdings mehrere Deutungen zu. Denn eine Formulierung wie Unterrichtsstandort beinhalte eine unzulässige Verkürzung des inhaltlichen Rahmens der Weiterbildung.

"Unterricht bezieht sich lediglich auf den Arbeitsbereich Schulabschlüsse. Weiterbildung umfasst aber weit mehr Lehrformen, wie Kurse, Seminare, offene Lernformen, Lernzentren, e-Learning usw.", verdeutlicht Wolfgang Joop, einst selbst Chef der Kreisvolkshochschule. Er warnt davor, dass eine inhaltliche Verkürzung von Aufgaben der Arbeitsstelle in Gadebusch auch eine Kürzung von materiellen und personellen Ressourcen impliziere.

Noch ist die Kreisvolkshochschule in Gadebusch mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern vertreten. Hinzu kommen Referenten und Dozenten, die pro Jahr etwa 60 Kurse in Gadebusch anbieten. Was sie am jetzigen Standort schätzen, sei u. a. ein Gebäude, das für eine erwachsenengerechte Weiterbildung ausgelegt sei.

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