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Agrarminister Till Backhaus will die Kontrollen effektiver machen : Staatliche Kontrollen in Bio-Betrieben

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Backhaus will die Kontrollen im ökologischen Landbau und der Lebensmittelverarbeitung effektiver machen. Derzeit gibt es deutschlandweit 23 private, staatlich zugelassene Kontrollstellen.

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erstellt am 27.Jun.2011 | 11:01 Uhr

Agrarminister Till Backhaus (SPD) will die Kontrollen im ökologischen Landbau und der Lebensmittelverarbeitung effektiver machen. "Derzeit gibt es deutschlandweit 23 private, staatlich zugelassene Kontrollstellen", sagte Backhaus. Statt dieser Vielzahl wäre eine einzige Kontrollinstanz wie in anderen EU-Ländern effizienter. Sie hätte vor allem den Vorteil kürzerer Informationswege, die in der Ehec-Krise angemahnt worden waren. "Ehec hat gezeigt, wir müssen schnell sein", erinnerte Backhaus. Er bemängelte mit seiner Forderung nach Verstaatlichung ausdrücklich nicht die Qualität der Öko-Kontrollen. "Grundsätzlich funktioniert das Öko-Kontrollsystem in Deutschland", sagte der Minister. Aber: "Ich bin ein Verfechter der staatlichen Vorsorgemaßnahmen. Ich halte es gerade bei Lebensmitteln für wichtig, dass wir eine starke staatliche Überwachung und Kontrolle haben."

Derzeit seien allein in Mecklenburg-Vorpommern mit 1010 Bio-Betrieben 15 Öko-Kontrollstellen tätig. Mit dem Fachverein Öko-Kontrolle in Karow (Kreis Parchim) habe eine ihren Sitz im Land. Dort arbeite versiertes Personal, das er gerne in eine staatliche Kontrollinstanz übernehmen würde.

Er vermutete, dass die 23 verschiedenen Kontrollstellen in Deutschland trotz der staatlichen Zulassung nach abweichenden Maßstäben prüfen. So sei ein Betrugsfall in Nordrhein-Westfalen erst durch eine staatliche Kontrolle aufgeflogen. Backhaus zufolge werden die Bio-Betriebe deutlich stärker kontrolliert als konventionelle Agrarbetriebe. Jedes Unternehmen habe mindestens eine Inspektion im Jahr.

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