Staaten, Kandidaten, Positionen - Daten und Fakten zur US-Wahl

An diesem Dienstag entscheiden die Amerikaner darüber, wer für die kommenden vier Jahre als mächtigster Mann der Welt ins Weiße Haus einzieht. Die wichtigsten Daten und Fakten zur US-Präsidentschaftswahl im Überblick.

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04. November 2008, 01:25 Uhr

WER STEHT ZUR WAHL? Bei den Demokraten tritt der 47-jährige Barack Obama an. Der gelernte Jurist und derzeitige Senator des Bundesstaats Illinois wäre der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte und lag in den Umfragen deutlich vorn. Sein republikanischer Rivale und Vietnam-Veteran John McCain (72) vertrat bisher den Staat Arizona im Senat. Demokratischer Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten ist der langjährige Senator und Außenpolitik-Experte Joseph Biden (65), McCain nominierte die 44-jährige Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin. Während die Demokraten an den Küsten und die Republikaner im Süden und mittleren Westen der USA ihre Hochburgen haben, sind die Mehrheiten in „Schlachtfeld-Staaten“ wie Florida und Ohio unsicher.

WELCHES SIND DIE ZENTRALEN POSITIONEN DER KANDIDATEN? Angesichts der Finanzkrise fordert Obama eine stärkere Regulierung der Märkte und ein Konjunkturpaket für die US-Wirtschaft; McCain hält sich dazu bedeckt. Obama will Steuererleichterungen für Familien; McCain plant, vor allem Steuervorteile für Unternehmen dauerhaft zu verankern. Im Irak will Obama einen schrittweisen Rückzug der US-Truppen, was McCain ablehnt. Übereinstimmungen gibt es bei Forderungen wie der Verringerung des CO2-Ausstoßes und der Beibehaltung der Todesstrafe.

WIE FUNKTIONIERT DAS WAHLSYSTEM? Wahlberechtigt ist jeder der rund 305 Millionen US-Bürger, der mindestens 18 Jahre alt ist und sich in das Wahlregister hat eintragen lassen. In diesem Jahr rechnen die Behörden mit einer Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Menschen. Das Volk entscheidet nur indirekt über den Präsidenten. Sie bestimmen 538 Wahlmännern aus den Bundesstaaten. Wer die meisten Wahlmänner am 15. Dezember hinter sich bringt, wird am 20. Januar dann als neuer Präsident vereidigt. Zeitgleich mit der Präsidentenwahl stimmen die Amerikaner über alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der 100 Sitze im Senat ab. Zudem werden elf Gouverneurs-Posten in den Bundesstaaten neu vergeben und vielerorts stehen Volksabstimmungen auf dem Programm.

WANN SCHLIESSEN DIE WAHLLOKALE? Wegen mehrerer Zeitzonen in den USA schließen die Wahllokale in der Nacht zum Mittwoch zeitversetzt. In Indiana und einem Teil Kentuckys können die Wähler bis um 00.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) ihr Kreuzchen machen. Schlusslicht bildet Alaska mit 06.00 Uhr MEZ. Nach ersten Prognosen in der Nacht könnte es bis um 06.00 Uhr MEZ ein vorläufiges Ergebnis geben.

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