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Karstädt : SR-Oldie-Club fährt auf Jubiläumskurs

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In diesem Jahr begehen die Mitglieder des SR-Oldie-Clubs Karstädt um den Vorsitzenden Hans-Joachim Roddeck das 15-jährige Bestehen. Wir haben den Club am Sonnabend besucht.

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2013 | 11:30 Uhr

Paul und Jost Lennart haben es die Schätze in der alten Scheune inmitten der Gemeinde Karstädt angetan. Die beiden Zwölfjährigen treffen wir am Sonnabend zusammen mit Hans-Joachim Roddeck und Dieter Ziggel im "Reich" des SR-Oldie-Clubs Karstädt - SR bedeutet übrigens Simson Rheinmetall. Momentan zählt diese besondere Interessengemeinschaft rund 25 Mitglieder, darunter sieben bis acht Jungs.

Paul und Jost Lennart gehören zu den jüngsten Clubmitgliedern, die sich für alte Mopeds der Simson-Reihe interessieren, die einst im DDR-Traditionsbetrieb im thüringischen Suhl produziert wurden. Interessiert schauen die beiden Jungs auf die auf dem Tisch stehende Maschine vom Typ S51 Enduro, von der erst einmal so viel nicht zu erkennen ist. "Wir wollen das Moped wieder aufbauen. Zunächst haben wir es in einzelne Teile zerlegt, haben alles gereinigt, ehe es dann wieder zu einem Ganzen zusammengefügt wird", erklärt Clubvorsitzender Hans-Joachim Roddeck.

Unterstützung beim aufwendigen Aufbau der alten Mopeds gibt es von Manfred Heinze, ergänzt Hans Roddeck, während er beim Rundgang durch die Scheune auf die vielen alten Mopeds der Simson-Reihe aus seinem Bestand zeigt, die er hier mit untergestellt hat. Maschinen der Typen SR1 und SR2 sind ebenso zu sehen, wie die typischen Vertreter aus der "Vogelwelt" von Simson Suhl: Spatz, Star, Schwalbe, Sperber, Habicht, auch K50, Simson Piccolo und Duo gehören zu den technischen Schätzen von Hans Roddeck, die alle noch funktionstüchtig sind und fahren. "Die SR1 stammt aus dem Baujahr 1956", sagte Hans Roddeck voller Stolz. Einige Mopeds sind noch nicht repariert, aber das kommt noch. Dazu präsentiert der Clubchef eine ganze Reihe von motorisierten Fahrrädern wie MAW und Welosolex, die gleichfalls alle fahrtüchtig sind. Aber auch normale Fahrräder stehen hier in der Scheune, unter anderem ein altes Vorkriegsrad. Prunkstück und zugleich ein besonderer Werbeträger ist die längste SR2, gebaut vom Oldie-Club im Jahre 2008 und von vorn bis hinten 4,30 Meter lang, wie Dieter Ziggel nach dem Messen mit dem Zollstock bestätigte.

Beim Rundgang bleiben Hans Roddeck und Dieter Ziggel immer wieder vor Tafeln mit alten Fotos stehen, erinnern sich an frühere Zeiten. "Im August 1998 haben wir den SR-Oldie-Club in Karstädt gegründet, wir begehen also 2013 das 15-jährige Bestehen unseres Clubs." Hans Rodeeck zeigt auf die ersten Aufnahmen aus der Gründungszeit. "Viele Jugendliche, die damals Moped gefahren sind, fahren heute Auto. Aber wir haben gegenwärtig auch noch einige junge Leute dabei, die mit Feuereifer bei der Sache sind, so wie Florian, der mit seinen 19 Jahren technisch bewandert ist", freut sich Hans Roddeck. Dass bei unserem Treffen am Sonnabend in der Scheune nur zwei Nachwuchsmitglieder dabei sind, lag daran, dass ein Teil der Clubmitglieder zu einem Oldtimer-Treffen in Salzwedel weilte.

Aber so richtig los für die Mopedfreaks und Hobbyschrauber aus Karstädt geht es sowieso erst dann, wenn die Sonne wieder höher steht. "Ab März ist dann hier bei uns wieder richtig Betrieb, dann treffen wir uns jeweils mittwochs ab 15 Uhr. Und unsere jungen Mitglieder freuen sich dann auch wieder, auf den Mopeds ein paar Runde auf einem abgesteckten Platz zu drehen", sagte Hans Roddeck. Er und seine Mitstreiter freuen sich auch auf die in diesem Jahr anstehenden Ausfahrten, so zum Herrentag nach Plau am See und später nach Wittenberge, wo sie von den Mitgliedern des Eisenbahnmuseums eingeladen wurden. Aber auch sonst sieht man die Mitglieder des SR-Oldie-Clubs oft in der Region, bei Dorf-und Gemeindefesten in Karstädt und Kummer. In Kontakt steht der Club auch mit dem Jugendhilfeverein in Techentin, Jugendliche von dort kommen immer wieder nach Karstädt, um sich hier auf besondere Weise beschäftigen zu können. "An dieser Stelle möchte ich auch einmal dem Fachdienst Jugend des Kreises für die Förderung unserer Jugendarbeit sowie der Agrargenossenschaft Karstädt für die Bereitstellung der Scheune und der Gemeinde Karstädt danken. Da möchte ich auch Karl-Heinz Rückheim und seinen MC Ludwigslust mit einschließen, die uns in unserer Jugendarbeit auch sehr zur Seite stehen."

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