Spurensuche im Fall Max

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07. Oktober 2008, 07:02 Uhr

Schwerin - Der Fall des fünfjährigen Max, der wie berichtet am Sonnabend gegen 18 Uhr blutend aus dem an die Kantstraße grenzenden Waldstück kam und seitdem in den Helios-Kliniken behandelt wird, beschäftigt die Ermittler weiter: „Wir wollen durch mögliche Spuren an der Kleidung des Jungen die am Montag von diesem selbst getroffene Aussage abgleichen, dass er sich seine Verletzungen durch den Sturz von einem Baum zugezogen habe“, so Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeidirektion Schwerin gestern. Dazu würden die Textilien jetzt kriminaltechnisch untersucht.

Wenn es der Gesundheitszustand des Jungen, der laut SVZ-Informationen nicht nur die offiziell angegebenen Verletzungen an Hals und Gesicht, sondern auch erhebliche innere Schäden erlitten haben soll, zulasse, sei mit dem Fünfjährigen auch noch eine Begehung des Waldstücks geplant, in dem sich das Unglück ereignet haben soll. Davon erwarte sich die Polizei weitere Aufschlüsse über den Vorgang, sagte Sprecher Wiechmann.

Anwohner zweifeln Baumsturz an
Während die Staatsanwaltschaft nach eigenem Bekunden wegen der Aussage des Jungen von keinem Fremdverschulden ausgeht und nicht mehr ermitteln will (SVZ berichtete), sorgt der Vorfall rund um die Kantstraße weiter für Gesprächsstoff. Sogar Zweifel an der Erklärung, Max sei vom Baum gefallen, werden laut: „Die Bäume hier haben zumeist keine Äste und sind fast alle so hoch, dass es kaum vorstellbar ist, dass ein fünfjähriger Junge auf sie hinaufklettern kann“, sagte ein Anwohner gestern. So mancher im Viertel teile daher den Verdacht, den auch die Mutter des Jungen geäußert haben solle: „Vielleicht ist Max auch Opfer eines Verbrechens geworden“, so der Anwohner.

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