zur Navigation springen

Helmut Winter (55) aus Eldena : Sprung in die Selbstständigkeit

vom

Dass er auf dem Arbeitsmarkt noch nicht zum alten Eisen gehört, hat sich Helmut Winter in den letzen fünf Jahren bewiesen. Der heute 55-Jährige wagte damals noch den Weg in die Selbstständigkeit.

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2011 | 01:03 Uhr

Dass er auf dem Arbeitsmarkt noch lange nicht zum alten Eisen gehört, hat sich Helmut Winter in den vergangenen fünf Jahren selbst bewiesen. Der heute 55-Jährige wagte damals noch den Weg in die Selbstständigkeit. "Ich hatte beruflich andere Vorstellungen als mein Arbeitgeber. Doch dann war nichts Vernünftiges mehr zu finden, also machte ich aus der Not eine Tugend, sprang ins kalte Wasser, mit ungewissem Ausgang", erinnert sich der gebürtige Vornhorster, dessen Wiege einst in Malk Ausbau stand. "Aus der SVZ erfuhr ich damals von einem Existenzgründerseminar in Hagenow. Das habe ich mitgemacht, zumal es kostenlos war."

Danach war erst zuerst einmal Klinkenputzen angesagt. Vom eigenen Grundstück aus, wo der Eldenaer heute noch seinen Firmensitz in einem kleinen Blockhaus hat, begann er die geschäftlichen Fäden zu ziehen. Mit Erfolg. Pflasterarbeiten, Rohrleitungsbau und Gartengestaltung sind seitdem seine Hauptarbeitsfelder rund ums Haus. "Etwa 70 Prozent der Aufträge sind Pflasterarbeiten. Außerdem baue ich unter anderem Beregnungen und Kläranlagen, verlege Rollrasen und übernehme auch Holzfällungen", erzählt der Handwerker und Dienstleister, zu dessen Auftraggebern vor allem Privatpersonen und Kommunen zählen. Dass er sein Handwerk wirklich beherrscht und zu den Zuverlässigsten seiner Branche zählt, beweist der örtliche Sportplatz, wo Winter, der früher mal Meliorationstechniker in Wöbbelin gelernt hat und später als Baumaschinist, Vorarbeiter und Polier im Tiefbau arbeitete, den Unterbau und die Pflasterungen ausführte.

"Die Zeit ist so schnelllebig", sinniert der Fachmann und blickt ein wenig mit Wehmut auf das rasant verstrichene halbe Jahrzehnt zurück. Dabei ist Helmut Winter als einstiger begeisterter Motorradfahrer Tempo gewöhnt. "Ich muss mir langsam Gedanken machen, wie es mit meinem kleinen Unternehmen weitergeht. Deshalb will ich demnächst auch meinen Sohn Patrick mit an Bord holen", sagt Helmut Winter, der kaum Zeit zum Luftholen hat. Was wiederum der Preis eines jeden Selbstständigen dafür ist, wenn sich gute Arbeit herumspricht. Sollte doch einmal etwas Freizeit übrig sein, dann gehören diese Stunden vor allem der Aquaristik und, wie könnte es auch anders sein, dem eigenen Haus und Garten. Um sich körperlich fit zu halten, spielt Helmut Winter auch heute noch aktiv Fußball bei den "Alten Herren" vom LSV Schwarz-Weiß Eldena. Nicht, um den Ball flach zu halten, sondern, um immer noch kräftig mitzumischen. An der Torlinie des Lebens.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen